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Das Schneehuhn kann man im Karwendel oft antreffen, aber selten bekommt man es zu Gesicht. Das Gefieder des Schneehuhns ist an die wechselnden Bedingungen im Hochgebirge bestens angepasst. Im Gegensatz zu anderen Vogelarten, die nur 1-2 mal im Jahr ihr Federkleid wechseln, haben Schneehühner 3 Mauserstadien: weiß im Winter, braun-schwarz im Sommer und weiß-braun-schwarz meliert im Herbst und Frühjahr. So ist ganzjährig eine perfekte Tarnung garantiert. Zudem haben die weißen Federn Lufteinschlüsse, die als Kälteisolator wirken. Bei allen Raufußhühnern ist das Federkleid bemerkenswert dicht und schwer, es kann bis zu 20% des Körpergewichtes ausmachen.
Die Füße sind bei allen Raufußhühnern befiedert. Neben stiftförmigen Federchen an den Zehen haben Schneehühner zusätzlich im Winter verlängerte Federn, die den Zehenballen umhüllen und den Schneeschuheffekt verstärken. In der Balz sind bei allen männlichen Raufußhühnern die nackten, knallrot gefärbten und stark geschwollenen Hautstreifen über den Augen sichtbar.
Wir haben kürzlich einige Schneehühner in der Nähe der Pfeishütte beobachten dürfen……
In früheren Zeiten wurde dem Steinbock wundersame Heilkraft nachgesagt. Er galt als “wandelnde Apotheke”. Blut, Hörner und Verdauungsderivate fanden Verwendung gegen allerlei Krankheiten. Deshalb wurde der Steinbock beinahe ausgerottet (1712 in den Zillertaler Alpen der letzte Österreichs). Nur etwa 60 Tiere überlebten im Gran Paradiso unter dem Schutz des Königs von Italien. Von der Schweiz ausgehend, wurden Anfang des 20. Jh. mit nachgezüchteten Tieren Wiederansiedelungen durchgeführt. Inzwischen leben in den Alpen wieder ca 35.000 Steinböcke. Auch im Karwendel wurden einige Tiere ausgewildert unter anderem hier am Sonnjoch, wo sich die Population sehr gut fühlt und ein reger Zuwachs beobachtet werden kann. Der Steinbock erobert sich seinen Lebensraum wieder zurück. Auf den ersten Bildern sieht man das Rudel der Böcke, das sich bis Mitte Oktober allein, ohne Frauen, vergnügt. Erst ab Mitte Oktober vereinen sich die Gruppen der Böcke mit denen der Gei?en und es kommt zu gewaltige Rangkämpfen. Der Stärkste gewinnt und wird sein Erbgut weitergeben können. auf den letzten Bildern sieht man die Gei?en, die weitaus kleinere Hörner haben.
P.S.: Die ersten Bilder wurden im Alpenzoo geknipst , von dort nämlich kommen einige Exemplare her, die im Karwendel ausgewildert wurden.
Innerhalb der Käfer (Coleoptera), welche mit über 350.000 beschriebener Arten die größte Insektengruppe darstellen, gibt es unter anderem die Familie der Bockkäfer (Cerambycidae). Sie kommt auch noch auf immerhin ca. 26.000 Arten, wovon einige auch bei uns heimisch sind. Als auffälligstes Merkmal sind deren lange, meist gebogene Fühler zu nennen, die mit ihrem segmentalen Aufbau durchaus an die Hörner eines Steinbockes erinnern. Wir haben bei einem unserer Einsätze im August (erst jetzt sind die Bilder wieder aufgetaucht) einen kleinen Eichenbock auf einer Straße vor den Autos retten können, zum Dank posierte er geduldig für einige Photos.
Interessante Facts:
- Die Fühler der Männchen sind länger als deren Körper, die der Weibchen haben Körperlänge: wir haben demnach ein Männchen vor die Linse bekommen.
- Die Larven werden unter die Rinde verschiedener Laubbäume (u.a. Eichen, Rotbuchen) gelegt, im Laufe der Zeit wandern sie weiter ins Holz. Die Entwicklung der Larve bis zum adulten Käfer dauert ca. 2 Jahre.
- Die adulten Tiere kommen auf blühenden Bäumen und Sträucher (z.B. Holunder) vor und ernähren sich von deren Pollen.
Wir blicken zurück auf unsere Saison 2011.
Vortrag im Naturparkhaus Hinterriß am Freitag, 07.10.2011, 19.30 Uhr
Naturbeobachtungen, Besucherstatistik, Bilder und auch ein paar nette Anekdoten …Einfach alles, was wir diesen Sommer im Karwendel so erlebt haben.

Uns würd’s freuen, wenn ihr vorbei schaut.
Langsam aber sicher hält der Herbst auch im Karwendel Einzug. Neben dem kürzer Werden der Tage, der Verfärbung der Bäume bzw. deren Blätter, ist auch die Brunftzeit der Hirschen ein Zeichen dafür. Hier ein paar Eindrücke aus dem Karwendeltal und vom Kleinen Ahornboden der letzten Tage.
Neben der einzigartigen Berg- und Almkulisse mit all ihrer Fauna und Flora bietet das Karwendel durch seine Abgeschiedenheit (fast keine Lichtverschmutzung) auch einen beeindruckenden Blick auf den nächtlichen Sternenhimmel. Vor allem im Zuge von Hüttenübernachtungen können die Abend- und Nachtstunden für die Beobachtung der verschiedenen Himmelskörper genutzt werden. Bei unserem letzten Einsatz auf der Lamsenjochhütte haben wir spät abends den Sternenhimmel betrachtet und dabei mit Hilfe unseres Spektivs auch ein paar Photos machen können. Die ersten beiden Photos zeigen den abnehmenden Mond und das dritte Photo zeigt den Planeten Jupiter. Mit bloßem Auge erscheint er nach dem Mond als zweithellstes Objekt am Himmel, und schon mit Hilfe eines Fernglases kann man zusätzlich seine vier galileischen Monde (Io, Europa, Ganymed und Kallisto) erkennen.
Es gilt also auch in der Nacht: Augen auf!
Ach ja, der Jupiter geht zur Zeit ca. um 22:30 Uhr (je nach Horizont) im Osten unterhalb des Sternbildes Widder auf.
Von letztem Freitag bis Sonntag waren Steffi und ich im Gebiet der Lamsenjochhütte unterwegs und haben zwei Nächte dort übernachtet. Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich bei den Hüttenpächtern Petra und Oswald für deren Gastfreundschaft bedanken. Neben der tollen Bergkulisse (die Lamsenspitze thront direkt hinter der Hütte) war es auch kulinarisch ein Genuss. Wir wären gerne noch einen Tag länger geblieben, aber wegen des Kälteeinbruchs mussten wir früher als geplant absteigen. Hier noch ein paar Impressionen:
Glaube mir, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst.
Bernhard von Clairvaux

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