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…..und auch unser Ranger Blog erwacht langsam wieder zu neuem Leben.
In den letzten Wochen fanden viele Besprechungen mit den verschiedenen Interessensgruppen statt. Dabei wurden Kooperationen gefestigt und neue Ideen ausgetüftelt. Sei es, dass die Bergwacht auch dieses Jahr wieder bei unseren Besucherzählungen dabei ist, wir mit den Jägern in Hinterriss unsere Abendeinsätze hinsichtlich der Campierproblematik abgesprochen haben oder dass neue Hüttenwirte kontaktiert wurden. Es fand auch eine Fortbildung zum Tiroler Steinöl in Pertisau statt bzw. wir legten intern fest worauf wir Ranger unseren diesjährigen Fokus legen.
 
Inzwischen steht auch unser diesjähriges Team fest. Ein herzliches Willkommen an Sebastian Sturn und Andreas Pittl, die dieses Jahr neu bei uns im Ranger Team sind. Wobei sich das “neu” lediglich auf das Ranger Team bezieht, ansonsten haben nämlich beide schon in anderen Funktionen für den Alpenpark Karwendel gearbeitet. Ihre Profile werdet ihr in Kürze nachlesen können.
Die Vorbereitungen für diese Ranger Saison laufen also auf Hochtouren…..
Weitere Neuigkeiten in den nächsten Tagen!

Die fünf Naturparks und der Nationalpark Hohe Tauern luden zum Erkunden der sensiblen Alpenlandschaft zur Saisioneröffnung nach Hall in Tirol ein. Zahlreiche Stände zeigten die Schönheit der Natur an praktischen Beispielen. Der ÖAV baute einen Kletterberg auf wo Kinder ihr Können testen konnten.
Vorallem die Kinder hatten großen Spaß. Eine Zusammenfassung der Erreignisse kann man sich in einem kurzen Film hier ansehen.
Liebe Interessierte und Blog-LeserInnen,
Mit letztem Sonntag ist unsere diesjährige Ranger Saison zu Ende gegangen und nun geht es zurück ins Büro und in die Auswertung unserer gesammelten Daten. Im Gesamten blicken wir zufrieden auf den Sommer und unseren Geländeeinsatz zurück. Es war von Allem etwas dabei: Tierbeobachtungen jeglicher Art, nette KarwendelbesucherInnen, grantige Gesellen, die nur den Berg hoch hetzen, gemütliche Genußmomente, viele “Aha” Erlebnisse bei Leuten die wir mal durch’s Fernglas oder Spektiv haben schauen lassen, Schnee, Regen, Wind und Sonne, Erhebungen, Zählungen, Müll sammeln, natürlich auch das ein oder andere Problem an dem wir noch dran bleiben müssen. Ganz wichtig war uns aber immer, den Menschen die Natur näher zu bringen und sie an unserem Wissen und unserer Begeisterung teilhaben zu lassen.
Danke an all jene, die genauso denken wie wir und bei den anderen wird’ s hoffentlich auch noch werden
Und hier noch ein Paar fotografische Eindrücke……
Bis zum nächsten Jahr auf unserem Blog. Weitere Neuigkeiten zum Alpenpark sind aber nach wie vor ganz normal unter www.karwendel.org nachzulesen.
Auf Felsen bzw. Felswänden sind oftmals herunterlaufende Bänder oder Striche zu erkennen. Diese Striche lassen manchmal auch an ausgelaufene Farbe oder Pinselstriche denken. Sie werden auch „Tintenstriche“ genannt und sind Kolonien von Blaualgen (Cyanobakterien). Die wichtigste Voraussetzung für die Ansiedelung der Blaualgen ist Feuchtigkeit – sie benötigen jedoch keinen Humus und siedeln sich sowohl auf Kalk- als auch auf Silikatgestein an. Man findet diese Blaualgen also sehr häufig entlang von Schmelz- oder Regenwasserrinnen mitten im Fels. Die Cyanobakterien sind sehr einfach gebaut und haben beispielsweise keinen Zellkern. Sie bilden fädige oder kugelige Formen und kommen ausschließlich in Massen vor.

Der Herbst kommt langsam aber sicher und damit endet nicht nur bald die Ranger-Saison, sondern auch die Blütezeit der Blumen im Gebirge. Eine Blume die wir in den letzten Wochen noch beobachten durften ist der Blaue Eisenhut.
Eingie wissenswerte Fakten über den Blauen Eisenhut:
- gilt als die giftigste Pflanze Mitteleuropas
- Familie der Hahnenfußgewächse
- nur Hummeln können die Oberlippe (den Helm) hochdrücken, Eisenhut-Arten kommen daher nur im Verbreitungsgebiet von Hummeln vor
- einer griechischen Sage nach tropfte der Eisenhut aus der Galle des Kerberos, beim Versuch des Herakles ihn aus der Unterwelt zu bringen, auf den Boden
- in der Antike galt der Blaue Eisenhut als „pflanzliches Arsen“ und spielte bei einigen Giftmorden, wie beispielsweise jenem am römischen Kaiser Claudius, eine Rolle
- das Gift des Eisenhut ist das Alkaloid Aconitin, welches zuerst die Nerven erregt und sie dann lähmt; der Tod tritt nach einigen Stunden unter starken Schmerzen durch einen Herzstillstand oder eine Atemlähmung ein; das Gift durchdringt auch die Haut
- die Pflanze wird auch „Venuswagen“ genannt, da sie ohne den Helm auch an einen Wagen mit zwei vorgespannten Tieren erinnert
….Tag der deutschen Einheit und zudem zeigen sich die Ahornbäume am Großen Ahornboden in ihrer Farbenvielfalt, was so viel bedeutet wie: Morgen wird es mal wieder rund gehen in der Eng.

Wir Ranger packen bereits heute unsere Sachen und fahren Richtung Risstal. Mal sehen wieviele Campierer die Verbotstafeln nicht gelesen haben, welche Autos morgen kreuz und quer in den Wiesen stehen, Hunde ohne Leine, Leute die ganz aus Versehen ihren Müll neben dem Auto haben stehen lassen. Das Wetter könnte einige Leute davon abhalten raus in die Natur zu gehen, ich denke wir haben trotzdem viel zu tun.
 

An dieser Stelle möchte ich mich aber auch bei all Jenen bedanken, die wissen wie man sich im Miteinander und in der Natur zu verhalten hat!
Und, wer uns treffen möchte, wir sind da! Mit Donnerstag endet dann auch langsam unsere Saison im Gelände….
Bei einen unserer Besuche in St. Magdalena im Halltal, haben wir eine Gruppe von Archäologen getroffen, die gerade dabei waren einen zweiten Fund zu machen, um die Geschichte des Halltals und der Eisenzeit neu zu schreiben. Mehr Infos aus der Internetseite der Stadtarchäologie Hall könne im folgenden Text entnommen werden:
Salz aus dem Halltal
Wie Ausgrabungen bei St. Magdalena vermuten lassen, wurde Salz im Halltal bereits vor über 2.500 Jahren gewonnen. Die ältesten schriftlichen Quellen stammen aus dem Mittelalter.
1156 wurde das Salzvorkommen zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Im Jahr 1232 überlässt – so der Text der betreffenden Urkunde – Albert III., Graf von Tirol, dem Hospiz Lengmoos große Mengen an Salz aus seiner Saline in Thaur.
Die Saline befand sich in Thaur, einem Ort in der Nähe von Hall. Erst später (nach 1275) dürfte sie nach Hall verlegt worden sein.
Nach bisherigem Forschungsstand wurde in den 1270-er Jahren das Laugverfahren eingeführt. Man trieb Stollen in den Berg (Oberberg, 1608 m Seehöhe), über die Wasser eingeleitet wurde, um das Salz aus dem Gestein zu lösen.
Das mit Salz angereicherte Wasser – die Sole – leitete man mittels Holzrohren zum Sudhaus (»Pfannhaus«). Dieses befand sich in unmittelbarer Nähe des Inn. Quer über den Fluss errichtete man um 1300 einen Triftrechen, um aus dem Oberinntal getriftetes Holz aufzufangen, das am Innufer gestapelt wurde. Für die Salzversiedung benötigte man riesige Holzmengen.
Grabungsprojekt in St. Magdalena
Das aktuelle Grabungsprojekt in St. Magdalena (im Halltal) wird von der Stadtarchäologie Hall in Tirol seit dem Jahr 2004 betrieben. Reste eines großen Ofens und enorme Mengen an Keramikbruch aus der Zeit um das 6. Jahrhundert vor Christus. deuten auf eine gewerbliche Nutzung. Möglicherweise hat man in derartigen Öfen Salz durch Versiedung von Quellsole gewonnen. Dafür verwendete man vermutlich große Töpfe.
Im Umfeld der Grabungen wurde auch eine Gewandspange (Fibel) gefunden. Neben den Topfscherben stellt sie einen weiteren Beleg für die Begehung dieser Örtlichkeit um die Mitte des 1. Jahrtausends vor Christus dar.
Als Ranger sind wir eigentlich fast täglich draußen unterwegs, dementsprechend gestalten sich unsere Mittagspausen und Jausenplatzln. Nachfolgend ein paar Eindrücke…
Im Herbst öffnet die Herbstzeitlose ihre Blüten, die an Krokus oder Safran erinnern. Ganz ohne Blätter stehen die schönen Blüten in der Wiese, als hätten sie sich in der Jahreszeit verirrt.
Die stark giftige Herbstzeitlose ist nahezu das einzige Mittel, das wirksam bei akutem Gichtanfall hilft.
Aufgrund der Giftigkeit ist die Anwendung der Herbstzeitlose jedoch sehr heikel und gehört unbedingt in die Hand des Arzt.
Diese schöne Blüten kann man gerade überall im Karwendel betrachten. Also es lohnt sich die Augen offen zu halten!
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