|
|
Liebe Interessierte und Blog-LeserInnen,
Mit letztem Sonntag ist unsere diesjährige Ranger Saison zu Ende gegangen und nun geht es zurück ins Büro und in die Auswertung unserer gesammelten Daten. Im Gesamten blicken wir zufrieden auf den Sommer und unseren Geländeeinsatz zurück. Es war von Allem etwas dabei: Tierbeobachtungen jeglicher Art, nette KarwendelbesucherInnen, grantige Gesellen, die nur den Berg hoch hetzen, gemütliche Genußmomente, viele “Aha” Erlebnisse bei Leuten die wir mal durch’s Fernglas oder Spektiv haben schauen lassen, Schnee, Regen, Wind und Sonne, Erhebungen, Zählungen, Müll sammeln, natürlich auch das ein oder andere Problem an dem wir noch dran bleiben müssen. Ganz wichtig war uns aber immer, den Menschen die Natur näher zu bringen und sie an unserem Wissen und unserer Begeisterung teilhaben zu lassen.
Danke an all jene, die genauso denken wie wir und bei den anderen wird’ s hoffentlich auch noch werden
Und hier noch ein Paar fotografische Eindrücke……
Bis zum nächsten Jahr auf unserem Blog. Weitere Neuigkeiten zum Alpenpark sind aber nach wie vor ganz normal unter www.karwendel.org nachzulesen.
Die Fahrt mit der Bahn aufs Hafelekar verspricht fast immer eine Steinbocksichtung.
So kam dieser Schnapschuss zustande. Adlerperspektive eines Steinbock-Männchen beim Grasen.



Die Weiße Silberwurz zählt zu den Rosengewächsen und ist der markanteste Typus eines Spalierstrauches. Sie ist sehr genügsam, kann bis zu 100 Jahre alt werden und ihre Jahresringe sind oft nur 0,1 mm breit. Der immergrüne Spalierstrauch erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 15 cm und besitzt niederliegende, verholzte Triebe, die große Flächen überziehen können. Die Blätter sind am Rand eichenähnlich eingekerbt, die Oberseite ist kahl, die Unterseite hingegen weißfilzig behaart.
Im 16. Jahrhundert wurde die Gattung Chamaedrys genannt, was Zwergeiche (vom Griechischen chamei = zwergartig und drys = Eiche) bedeutet. Carl von Linné gab ihr im 19. Jahrhundert den Gattungsnamen Dryas octopetala (= achtblättrig) weil sie meistens acht weiße Blütenblätter besitzt.
Die Pflanze ist fossil ausgezeichnet erhalten. Die Blüten und Pollen haben in eiszeitlichen Tonablagerungen tausende von Jahren überstanden. Während des Ausklingens der Eiszeit war sie über ganz Europa verbreitet – dies wurde über Pollenanalysen nachgewiesen. Daher wird diese Zeit bzw. dieses Zeitalter auch die Dryas-Zeit, also die Silberwurzzeit, genannt.
Die Weiße Silberwurz bildet heute beispielsweise in Nordschweden zusammen mit verschiedenen Moosen und Flechten die Hauptvegetation der Tundra.



ein paar Eindrücke von unserem letzten Aufenthalt auf der Lamsenhütte… auf dem zweiten Bild ist sowohl die Sonne als auch der Mond zu sehen (der Mond nur, wenn man ganz genau hinschaut) – es war ein wunderschöner Sonnenuntergang!
Zu den älteren Lebewesen auf unserer Erde kann man die Amphibien zählen. Diese Tiere sind im Stande sowohl im Wasser als auch außerhalb vom Wasser zu leben. Die Larven der Lurche, wie sie auch genannt werden, leben meist im Wasser und besitzen Kiemen. Wenn sie erwachsen sind, bekommen sie eine Lunge und atmen mit dieser. Auch über die Haut wird viel transpiriert. Ein weiteres Wunder der Natur!
Leider sind die Tiere stark gefährdet, da es oft schwierig für sie ist ihren Laichplatz aufzusuchen nachdem sie im Winterquartier ausgeharrt haben. Vielfach müssen sie gefährliche Straßen überqueren und falls sie dann doch hingelangen stehen sie des Öfteren vor einem ausgetrockneten Laichplatz, da dieser trockengelegt wurde.
Lasst uns also auf unsere alten Herren und Damen aufpassen!
Auch in meiner Freizeit zieht es mich auch ins Karwendel. Kein Wunder bei dem Panorama!
Ein wunderschöner Blick vom Hochnissl auf den Alpenpark Karwendel. Ein sehr ruhiger Gipfel aber auch ein sehr langer und nicht zu unterschätzende Bergfahrt.
Bild 1 von 1
Das Panorama vom Hochnissl zur Lamsenspitze!
- zählt zu den Liliengewächse
- kommt vorwiegend in Wäldern in höheren Lagen vor; meist auf kalkreichen, lockeren Böden
- Blütezeit: Juni-Juli
- Name wegen der turbanähnlichen Form der Blüten
- die Blüten des Türkenbund verströmen besonders abends und auch nachts einen schweren, süßen Duft, der vor allem Schmetterlinge aus der Verwandtschaft der Schwärmer anlockt
- natürliche Feinde: Rehe (fressen die Knospen); roter Blattkäfer
- hat viele Volksnamen, die sich meistens auf die gelbe Zwiebel beziehen: Goldwurz, Goldzwifl, Goldruabn, Goldapfel, Goldilge
- in der Volksheilkunde wurden die gelben Zwiebeln gegen Hämorrhoiden verwendet
- füttert man die Kühe mit den gelben Zwiebeln, so soll davon die Butter schön gelb werden
- im Mittelalter glaubten Alchimisten mit Hilfe der goldfarbenen Zwiebel unedles Metall
in Gold umwandeln zu können
Eine Grußkarte von einem der Karwendelgipfel
Die Beliebtheit als Freizeit- und Erholungsraum, als Urlaubsdestination und die Nähe zu Innsbruck bzw. München bewirken, dass das Karwendel räumlich und zeitlich immer intensiver – oft mehr als für den Erhalt der Natur verträglich – genutzt wird. Sehr oft steht bei den BesucherInnen nicht der Naturraum im Vordergrund, sondern die individuelle Freizeitgestaltung in einer schönen Umgebung.
Verantwortung für dieses Gebiet ist dabei leider zweitrangig. (Wir möchten damit nicht alle über einen Kamm scheren, denn natürlich sind auch andere Personen unterwegs. Dies ist nur der generelle Trend, den wir in den letzten Jahren festgestellt haben.)
Viel Müll liegt entlang der Wege, die Hunde sind oft unangeleint, durch Querfeldein-Fahrten der MTB bilden sich neue Erosionsrinnen, Tiere werden auch nachts durch Wildcampierer gestört, Orchideen achtlos heraus gerissen……
Die Folgen einer solchen massiven Dauernutzung für die Natur, aber auch für weitere KarwendelbesucherInnen, werden dabei leider oft nicht bedacht, insbesondere wenn sogar bestehende Gesetze und Regelungen missachtet werden. Das ist sehr traurig. Wir möchten den Kopf aber nicht in den Sand stecken und versuchen deshalb durch Gespräche, Aufklärung und Information auf diese Themen hinzuweisen. Es ist unser Ziel, dass jede/r wieder seinen gesunden Hausverstand benützt und Verantwortung für die Welt um uns herum übernimmt.
In diesem Sinne lasst uns gemeinsam diesen Weg verfolgen.
Danke!

|
|