Das Bergwaldprojekt 2010 am Großen Ahornboden

Am Großen Ahornboden, am Talschluss des Rißtales fand vom 11. bis zum 17. Juli 2010 ein Bergwaldprojekt statt. Dieses Projekt wurde gemeinsam vom Österreichischen Alpenverein und dem Alpenpark Karwendel, unter der Leitung von Anton Heufelder, organisiert und durchgeführt. Die forstfachliche Betreuung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Revierleiter der ÖBf AG in Hinterriß, Silvester Rainer.

Ein Naturdenkmal der besonderen Art

Der Große Ahornboden, umrahmt von schroffen Felsflanken, ist ein Naturdenkmal der besonderen Art und lockt jährlich tausende Besucher ins Enger Tal. Namensgebend für diesen Talboden, der seit Jahrhunderten als Alm genutzt wird, sind die über 2000 Ahornbäume, die zum Teil zwischen 300-600 Jahre alt sind. Viele dieser Bäume haben ihre natürliche Altersgrenze erreicht – manche sind am Rande zur Mortalität. Verschiedene Umweltbedingungen, wie sich wiederholende Vermurungen, sowie Überschotterungen und dadurch veränderte Grundwasserbedingungen sorgen jedoch für ungünstige Bodenbedingungen und erschweren den Fortbestand der jungen Ahornbäume. Da diese Baumart landschaftsprägend für diesen Talraum ist, ist es ein erklärtes Ziel des Alpenparks den Fortbestand zu sichern. Ein natürliches Aufkommen der angestrebten Baumart ist nur durch entsprechend gezielte Maßnahmen, wie ein Auszäunen der Weide oder Verbesserung der hydrologischen Verhältnisse in gewissen Abschnitten möglich. Um diese außergewöhnliche Kulturlandschaft zu erhalten, werden jedes Jahr auf Basis eines Managementplans Pflegemaßnahmen und Neupflanzungen durchgeführt.

13 Freiwillige im Einsatz

Im Juli haben 13 Freiwillige im Rahmen des Bergwaldprojektes am Großen Ahornboden eine Woche verbracht und tatkräftig mitgearbeitet. Die Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz waren bunt gemischt. Die Unterkunft und der Lebensmittelpunkt der Woche war die Moar-Alm, im Almdorf Eng auf 1.250m gelegen. In der Almhütte wurde am Abend gemeinsam gekocht und von der Terrasse aus die Bergwelt, sowie Gämsen und Hirschen beobachtet.

Zahlreiche Aufgaben

Die Aufgaben für die Woche waren abwechslungsreich und reichten vom Kartieren der Ahornbäume bis zum Aufstellen und Ausbessern der Schutzzäune. Ziel dieser Maßnahmen ist es, das Weidevieh und Wild von den jungen Ahornbäumen fernzuhalten, um damit Verbiss und sonstige Schäden zu vermeiden. Die Teilnehmer leisteten großartige Arbeit und stellten, unter strenger Beobachtung der dort weidenden Kühe, in nur zwei Tagen über 50 neue Zäune auf.