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Hafelekar

- das Fenster ins Karwendel

Auf der Fahrt von der Hungerburg bis zur Hafelekarspitze geht es ruhig zu. Durch die Scheiben in der Kabine dringt kein Laut bis zur Bergstation.

 

Der Schritt hinaus

Vor der Tür weht der Wind. Überall liegt Geröll, bald fällt das Gelände steil ab, Alpendohlen pfeifen. Die Bergstation der Nordkettenbahn gibt dem Besucher gleich beim Aussteigen aus der Kabine ein hochalpines Gefühl.
Der Gipfel zur Hafelekarspitze (2334 m) ist über einen kleinen Weg in 10 Minuten erreichbar. Oben angekommen gleitet das Auge über den  Horizont: Gipfel soweit das Auge reicht. In Richtung Süden sind es die Dolomiten, die Stubaieralpen und die Gipfel der Ötztaler.
In Richtung Norden breiten sich die verlassenen Täler des ältesten Naturschutzgebietes Tirols, dem Karwendel aus. Hier befinden sich 930 Quadratkilometer unbesiedelte Berge, in welchen ausschließlich Almen und Hütten dem Menschen Schutz bieten. Eine Fläche, halb so groß wie der Nationalpark Hohe Tauern.

 

Die Stadt daneben

Die Bewohner von Innsbruck lieben ihr Karwendel. Für Mountainbiker sind die Forststraßen in Richtung Höttinger, Arzler oder Rumer Alm nach Feierabend der Ersatz für das Fitnessstudio. Schwitzend und im engen „Radleroutfit“ wackeln dann die Popos auf dem immer zu harten Rennsattel nach oben. Eine halbe Million Einwohner arbeiten und leben im Inntal. Davon studieren alleine 30.000 Studenten in Innsbruck. 3000 Touristen zählt die Stadt täglich.

Die Bedürfnisse der Reisenden erkannten die Pioniere der Bahnarchitekten bereits am Beginn des 20. Jahrhunderts.  Die erste Bergbahn brachte 1906 die ersten Besucher mit der damals hochmodernen Hungerburgbahn zur Aussichtsplattform über Innsbruck. Um 1928 entstand die Seilschwebebahn auf der Seegrube. Eine weitere Seilbahn auf die Hafelekarspitze folgte. 

Seit 2006 gibt es eine direkte Verbindung vom Kongresszentrum in das Naturschutzgebiet. Wie eine Fliege setzt die neue Bahn den Besucher auf der Hungerburg ab. Die weißen Flügel über dem Ausgang stehen Richtung Stadt und sind aus Glas. 

 

Wegbeschreibung

Seit 2006 steht die Hungerburgbahn direkt neben der Altstadt von Innsbruck, 100 Meter vom Goldenen Dachl entfernt. Am Kongresszentrum führt die Bahntrasse über eine moderne Brücke zur Nordkettenbahn.

 

 

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