Eiskalte Wasserfälle donnern auf Wettersteinkalk. Anderthalb Stunden dauert die faszinierende Reise durch die Klamm - von Stans bis hinauf zur Wallfahrtskirche von St. Georgenberg.

Normalerweise nennt man eine Klamm nach dem Fluss, der darin tost. So zeugt die Gleirschklamm von der Gleiersch, die sie durchzieht. Durch die Walchen-Schluchten wiederum fließt die Walchen. Es gibt unzählige Beispiele im Karwendel.
Die Wolfsklamm bei Stans jedoch benannte man nach den wilden Wölfen, die damals in der Gegend in den vielen Höhlen ihre Jungen säugten. Über den Wahrheitsgehalt dieser Geschichte lässt sich heute nur mehr spekulieren. Eine belegte Tatsache hingegen ist die Tötung des letzten Bären Tirol ganz in der Nähe. Am 14. Mai 1898 wurde das Tier im benachbarten Stallental durch Graf Konstantin Thun erlegt.
Am kalten und feuchten Fels entlang geht es über durch Geländer gesicherte Holzsteige die Klamm hinauf. Von oben fällt das durch vom Laubdach gefilterte, grün schimmernde Licht herab.
Der Blick folgt dem kalten Wasser in die tiefen Gräben der Schlucht.
Auf den Brücken, die die Schlucht immer wieder überspannen, kann der Besucher die Enge der Klamm, die Kraft des Wassers und den Lärm des aufprallenden Bergbachs unmittelbar erleben. In so genannten Kolken, schalenförmige Felsplatten, die das Bergwasser durch seinen Aufprall und den dabei entstehenden Strudel immer größer schleifen, dreht sich das Wasser. Erwachsene und Kinder begreifen in der Wolfsklamm schnell, wie sich das Wasser immer tiefer in den Fels gräbt.

Auf der gegenüberliegenden Seite wachsen Plattenigl. Ein verwirrender Name für eine Pflanze, die nichts mit dem stacheligen Wesen mit der Stupsnase zu tun hat.
Der Plattenigl ist eine mit den gelben Himmelsschlüssel verwandte Blume und besitzt fleischige Blätter, eine Aurikel mit goldgelben Kelchen und einen Kranz, der Bienen anlockt. Die Blätter sind weiß angehaucht und etwas dicker als beim gelben Himmelsschlüssel, den man auf Wiesen und Waldflächen pflücken kann.
Am letzten Wasserfall vorbei endet die Klamm an einer zwölf Meter hohen Sperrmauer. Über einen Kreuzweg geht es im Rhythmus des Rosenkranzes weiter, bis wieder Ruhe im Körper einkehrt.
Mit dem Auto über die Autobahnausfahrt Schwaz fährt man in die Dorfmitte von Stans. Dort parkt man an der Kirche. Wegweiser zeigen in Richtung "Wolfsklamm". Die Gehzeit von Stans bis zum Kloster St. Georgenberg beträgt rund 1,5 Stunden.
Öffnungszeiten
von April - November
Eintritt in die Wolfsklamm pro Person ( laut Angaben der Tourismusinformation Stans)
- Erwachsene 3,00 €
- Gruppen (Erwachsene) (ab 10 Personen) € 2,50
- Kinder (6 - 14 Jahre) € 2,00 (keine Gruppenermäßigung möglich)
Wenn Sie regelmäßig aktuelle Informationen über den Alpenpark Karwendel erhalten möchten, tragen Sie sich bitte hier ein:
zur Newsletteranmeldung...
16.05.2012 bis 20.05.2012
Veranstaltungsort: Absam
Das Karwendel bietet eine unglaubliche Vielzahl von fantastischen Motiven. Mit Hilfe einer Kamera un...
Verein Alpenpark Karwendel
Lendgasse 10a, A-6060 Hall in Tirol, Austria
Tel.: +43 (0)5245-28914
E-Mail: info@karwendel.org


TVB Achensee Region Hall-Wattens Innsbruck Olympiaregion Seefeld Silberregion Karwendel
© Copyright 2012 Verein Alpenpark Karwendel | Impressum | webdesign by comdesign.net