Naturparkhaus Hinterriß

Das etwas andere Museum

Das Naturparkhaus Hinterriß ist eines der zahlreichen Schmuckstücke inmitten der faszinierenden Bergwelt des Alpenpark Karwendel. 2009 eröffnet, beherbergt es ein beeindruckendes Museum, das mit seinem innovativen Konzept für Staunen und Entzücken sorgt. Unzählige Einträge ins Gästebuch bezeugen: Das Naturparkhaus begeistert.

 

Das Naturparkhaus in Hinterriß

Auf kompakter Fläche eröffnet sich dem Besucher hinter verborgenen Türen und auf versteckten Wänden eine ungeheure Fülle und Vielfalt an Information rund um das Karwendel und seine Menschen.

Das Museum lädt ein zu einer spannenden Entdeckungsreise. Ansprechend aufbereitet geben interessante Exponate und informative Beschreibungen, nie zu lang und doch stets fesselnd, Einblicke in die facettenreiche Welt des Karwendels.

Betritt man das Museum, fällt sogleich seine warme und freundliche Atmosphäre ins Auge. Wände und Boden sind vollständig in Ahornholz gehalten - übrigens das hellste Holz des Alpenraumes. An der Wand gegenüber thront die eindrucksvolle Sammlung von "Herkules". Alle zwölf Geweihe, die der mächtige Hirsch im Laufe seines Lebens abgeworfen hat, sind hier vollständig erhalten. Thomas Eder, Hegemeister in Hinterriß, stellte die Abwurfstangen zur Verfügung.

Der Raum zeigt neue, ungewohnte Einblicke. Auf dem Fußboden zieht sich die Geschichte des Großen Ahornbodens und seiner 2.218 Bäume über das helle Holz. Sie erzählt vom bewegten Leben der bis zu 600 Jahre alten Bergahorne, von ihrer Entstehung und ihrem robusten Charakter.

Gleich zu Beginn erzählen die Bewohner der Hinterriß vom Ort und seiner Geschichte. Ebenfalls hier kann der legendäre Film über das Karwendel bestaunt werden. Daneben beleuchten bis zu 300 Jahre alte Votivbilder und die Geschichte der Wallfahrtskirche die Entwicklung von Hinterriß, der einzigen ganzjährig besiedelten Ortschaft im Karwendel.

 

Schweift man an den Wänden entlang, erfährt man vom frühen Alpinismus und dem Karwendel-Erschließer Hermann von Barth, entdeckt Fossilien und alte Karten, hört die Lieder des Karwendels, melancholische Geigenklänge und das Kreischen der Fransenfledermaus. Die Postkarten, die gleich am Beginn das Auge streicheln, erinnern an die Zeit, in der das Wirtschaftswunder auf Urlaub ins Gebirge kam.

Alte Karten und Illustrationen aus dem 16. und 17. Jahrhundert zeigen Kaiser Maximilian I. auf seinen Abenteuern im Karwendel. Die Jagd, die in diesem Gebiet eine jahrhundertealte Tradition hat und Fürsten und Könige in die Region lockte, ist auf zahlreichen alten Fotos dokumentiert. So gingen die Rothschilds aus Paris hier ebenso auf die Pirsch wie die Prinzessin von Réthy oder die Herzoge von Sachsen-Coburg und Gotha.

Der Besucher erfährt Geschichten aus längst vergangener Zeit, als das Holz mühsam über die Joche gezogen, unter höchsten Gefahren durch die Schluchten talwärts getriftet wurde und dort die riesigen Sudpfannen der Saline in Hall befeuerte oder die vielen Salzstollen stützte.

Auf versteckten und zum Entdecken einladenden Schauwänden findet man Wissenswertes rund um den Arten- und Wasserreichtum des Karwendels: über den vom Aussterben bedrohten Flussuferläufer beispielsweise, der an den Uferbänken des Rissbaches und der Isar - zwei der letzten Wildflüsse Europas - nistet, über die Schnarrschrecke, die hier eines ihrer letzten Vorkommen besitzt, oder aber über die Hundertschaften von Schmetterlingen, von denen allein 700 das Risstal bevölkern.

In die Wand eingelassen stößt man auf eine grün schimmernde Höhle, in der eine Sitzbank zum Verweilen einlädt. Eine Stimme erzählt Märchen und Sagen aus dem Karwendel: von der Frau Hitt, dem Riesen Haymon oder den Geistern in der Kranebitter Klamm.

Das Museum im modernen Gebäude präsentiert sich mit seinen Themen als stiller Beobachter. Auf kompaktem Raum eröffnet sich dem Besucher ein ungemein großes Spektrum an spannenden Geschichten und seltenen Einblicken. Das Naturparkhaus Hinterriß setzt Schwerpunkte: zur Natur und Geschichte, zur Jagd und den Menschen des Karwendels.

Hier geht's zum Film über das Naturparkhaus.

 

Nebendarsteller im Rampenlicht

Die Exponate stellen dar, was leicht übersehen wird, zuweilen sporadisch oder nutzlos erscheint, wie die Schnarrschrecke im Risstal, die im Flug erblickt werden kann.

Der Borkenkäfer kommt als Hauptdarsteller ganz groß raus. Mit seinem winzigen Körper wird er in einem überdimensionalen Schaukasten auf einer Stecknadel in die Höhe gehoben. Eine schwarze Box mit Scheinwerfern und der kleine Käfer erinnert an Theaterstücke mit der Putzfrau im Vordergrund.

 


Vorträge und naturkundliche Wanderungen

Im Naturparkhaus Hinterriß herrscht reges Treiben: Experten zum Thema Natur- und Umweltschutz sind hier regelmäßig mit Vorträgen zu Gast. Das aktuelle Programm finden sie hier.

Im Sommer besteht die Möglichkeit an unterschiedlichen Naturexkursionen dabei zu sein. Wir freuen uns auch über individulle Anfragen und stellen gerne ein Gesamtprogramm (Naturparkhaus, Naturexkursion, Einkehr) für Sie zusammen.

 

Die Anreise

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Naturparkhaus von München über Lenggries erreichbar. Vom Achensee fährt man mit dem Auto über den Sylvensteinsee und Vorderriß in die Hinterriß. Von Wallgau kommend gelangt man direkt nach Vorderriß.
Auf der Fahrt durch das Rißtal weisen fünf "Stoanmandln" den Weg zum Naturparkhaus."Stoanmandln" sind uralte Symbole und Wegweiser in den Bergen Tirols, die vielen verirrten Wanderern den rettenden Weg gezeigt haben und dies immer noch tun.





 

Informationen für Besucher


 

Ihre Ansprechpartnerin im Naturparkhaus Hinterriß

Barbara Baumgartner
Leiterin Naturparkhaus Hinterriß

Nr. 4
Hinterriß, Vomp
0043-(0)5245-28914
E-Mail: info@karwendel.org

 

 

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E-Mail: info@karwendel.org

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