Der Gelbe Alpen-Flechtenbär

(Setina aurita) | Familie: Bärenspinner

Das artenreiche Karwendelgebirge beherbergt mehr als 800 Schmetterlingsarten. Eine besondere unter ihnen ist der Gelbe Alpenflechtenbär.

 

QUICK-FACTS

Klasse:
Insekten
Ordnung:
Schmetterlinge (Lepidoptera)
Größe:
kleiner Falter (variiert allerdings stark)
Nahrung (Raupen):
Flechten
Lebensraum:
steinige, sonnige Wiesen und Felsen (auch innerhalb von Waldlichtungen bis über 3.000 m)
Gelege:
Eier (ca. 0,8 mm),  glänzend-honigbraune Oberfläche
Überwinterung:
als Raupe

Lebensraum und Vorkommen

Der Gelbe Alpen-Flechtenbär ist ausschließlich im Alpenraum vorzufinden. Dort kommt er vereinzelt in den französischen, norditalienischen und österreichischen Alpen, jedoch zum größten Teil in der Schweiz vor. Man findet ihn in allen erdenklichen Höhenlagen - sogar in über 3.000 m Seehöhe kann er sich noch entwickeln. Wenn auch sein Verbreitungsgebiet nicht allzu groß ist, so findet man ihn dort, wo er sich angesiedelt hat, in großen Populationen vor.
Bevorzugt hält sich der Gelbe Alpen-Flechtenbär in steinigen und felsigen Gebieten auf. Unter den Steinen findet er Schutz und nachts wohlige Temperaturen an ihrer von der Sonne aufgewärmten Oberfläche.

 

Besonderheiten

Außergewöhnlich ist, dass die Art der Musterung seiner Flügel von der Höhenlage abhängt, in welcher das Exemplar lebt. Bis zu einer Höhe von 1.200 m sind beinahe alle punktiert, zwischen 1.700 und 1.800 m trifft man beide Ausprägungen zu gleichen Teilen an und über 2.000 m weisen beinahe alle Alpen-Flechtenbären eine gestreifte Musterung auf.

 

Bezug Karwendel

Das Karwendel ist eines der wenigen Gebiete in Österreich, in denen der Gelbe Alpen-Flechtenbär vorkommt. Seine Vorliebe für alpine und felsige Habitaten kommt diesem Gebiet zu Gute. Die im Karwendel reichlich vorkommenden Schutt- und Felsfluren sind somit ein bevorzugter Siedlungsraum für den Schmetterling.

 

Gefährdung und Schutz

Die Populationen des Gelben Alpen-Flechtenbären können erhebliche Ausmaße einnehmen. Er wird daher insgesamt als „nicht gefährdet“ eingestuft. Allerdings sind viele Populationen in den Tallagen bereits verschwunden.

 

 

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