Der Weißrückenspecht

(Dendrocopos leucotos) | Familie: Spechte (Picidae)

Zu finden ist der Weißrückenspecht meist in urwaldartigem Totholzgebiet, nahe am Wasser. Von anderen Spechtarten oft schwer zu unterscheiden, ist er in Europa immer seltener zu sehen.

 

QUICK-FACTS

Klasse:
Vögel
Ordnung:
Spechtvögel
Größe (Körperlänge):
25 - 28 cm
Gewicht:
105 - 115 g
Flügelspannweite:
40 - 45 cm
Lebenserwartung:
4 - 5 Jahre
Nahrung:
Insekten, Käfer, Larven, Samen, Körner, Beeren, Haselnüsse, etc.
Reviergröße:
1 - 2 km² (oder mehr)
Paarungsverhalten:
Monogame Einehe (mehrere Jahre oder ein Leben lang)
Brut:
3 - 5 Eier (beide Eltern brüten)
Brutzeit:
14 - 16 Tage

Lebensraum und Vorkommen

Der Weißrückenspecht ist vor allem in unberührten und nicht beeinflussten, lichten Laub- und Mischwäldern mit einem hohen Totholzanteil zu finden. Sein Lebensraum schwindet aber zusehends. Auf dem europäischen Kontinent ist der Specht hauptsächlich in Osteuropa, Skandinavien und den Alpen vorzufinden und darüber hinaus auch in vielen Teilen Eurasiens heimisch.

 

Besonderheiten

Da sich der Weißrückenspecht hauptsächlich von Insekten und Larven wie dem Borkenkäfer ernährt, spielt er eine wichtige Rolle in der Schädlingsbekämpfung. Ebenso dienen seine zurückgelassenen Bruthöhlen Vögeln und Säugern als Unterschlupf. Daraus lässt sich schließen, dass ein Weißrückenspecht-Vorkommen auf ein intaktes Ökosystem hinweist.

 

Bezug Karwendel

In den naturnahen Waldbereichen des Karwendels brütet der Weißrückenspecht an so mancher Stelle. Man nimmt an, dass seine Population im Karwendel mehr als 1 % des gesamten Bestandes in den österreichischen Alpen ausmacht. Jedoch sind auch die hier noch vorhandenen Totholzbestände durch die Forstwirtschaft gefährdet und der natürliche Lebensraum somit bedroht. Zukünftige Maßnahmen sollen den Erhalt dieser Gebiete verstärkt fördern.

 

Gefährdung und Schutz

Während der Weißrückenspecht vor allem in Europa wegen zunehmend schwindender Lebensräume immer seltener anzutreffen ist, ist er in weiten Teilen Asiens noch keiner Gefährdung ausgesetzt. Auf der Roten Liste der IUCN wird er daher als „nicht gefährdet“ eingestuft.

 

 

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