Die Koppe

(cottius gobio) | Familie: Groppen

Bei genauem Hinsehen finden wir sie in klaren Bächen, in denen sich auch gerne Forellenpopulationen tummeln. Doch meist wird sie trotz ihrer Anwesenheit nicht entdeckt, wenn sie sich entweder unter Steinen verbirgt oder bei bodennahen Schwimmbewegungen, auf Grund ihrer Tarnung mit dem steinigen Boden zu einem Bild zerfließt.

 

QUICK-FACTS

Klasse:
Fische
Ordnung:
Panzerwangen
Größe:
10 - 15 cm
Alter:
bis 8 Jahre
Nahrung:
Insektenlarven, Bachflohkrebse, Fischlaich, Jungfische
Lebensraum:
saubere, sauerstoffreiche Gebirgsbäche, teilweise Seen
Laichzeit:
Februar - Mai
Laich:
100-300 Eier
Verbreitung:
Großteils Europa

Lebensraum und Vorkommen

Die Koppe ist in den meisten Teilen Europas verbreitet. Ihr bevorzugter Lebensraum sind sehr saubere, sauerstoffreiche und ökologisch intakte Fließgewässer – selten auch Seen – mit steinigem Untergrund. Außerdem können ihre Habitate bis auf 2000m Seehöhe reichen.

 

Besonderheiten

Dank ihrer Empfindlichkeit gegenüber verunreinigten Gewässern, ist eine intakte Koppenpopulation gleichzeitig sicherer Indikator für einen natürlichen und ökologisch wertvollen Lebensraum. Wurde sie früher gerne als Laichräuber bezeichnet, so ist dieses Vorurteil heute längst dementiert. In Wahrheit ist sie selbst als Nahrungsquelle für die Salmoniden von großer Bedeutung.

 

Bezug Karwendel

Trotz der eher extremen Bedingung von stark abfallenden Flüssen und wenigen Flachstellen, konnten Koppenbestände im Karwendel nachgewiesen werden. Aufgrund ihres gefährdeten Status, ist ihre Ansiedelung in diesen Gewässern daher von besonderem Stellenwert und ihr Fortbestand wird durch aktive Sicherung der Wasserqualität unterstützt.

 

Gefährdung und Schutz

Ihre Bestände sind zweifellos gefährdet, daher ist sie auch in den FFH-Richtlinien zu finden und zählt in Österreich sowie in Deutschland zu den gefährdeten Tierarten. Der Koppe machen neben der Verunreinigung ihrer Habitate, vor allem die Verbauung von Flüssen und Errichtung von Kraftwerken das Leben schwer. Da sie ohnehin nicht für ihre Schwimmfähigkeit berühmt ist, werden diese Hindernisse für die Koppe unüberwindbar und halten sie von der Wanderung in die Laichgewässer ab.

 

 

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