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Naturwaldreservat Umlberg

Steile Hänge und alte Eiben

Steckbrief

- Gemeinde: Terfens
- Gesamtfläche [ha]: 11,04
- Waldfläche [ha]: 8,64
- Waldhauptgruppe: Fichten-Tannen-Buchen-Wald
- Waldgesellschaft: Alpendost-Fichten-Tannen-Buchenwald
   Adenostylo glabrae-Fagetum


Kurzbeschreibung:
Das Naturwaldreservat umfasst eibenreiche Karbonat-Fichten-Tannen-Buchen-Wälder und kiefernreiche Steilhangbestockungen an den steilen Einhängen zum Vomperbach. Bemerkenswert sind zahlreiche alte Eiben.




 

Übersicht




























 

Details

Beschreibung:
Standort und natürliche Waldgesellschaft: Das Naturwaldreservat stockt auf  den steilen, vorwiegend ostgeneigten Einhängen zum Vomperbach. Es erstreckt sich zwischen 627 und 973 m Seehöhe. Das Gelände ist von zahlreichen unbestockten  Runsen zerfurcht. Die Bestände erfüllen Schutzfunktion (Boden-, Lawinen- und Steinschlagschutzwald). Ausgangsmaterial für die Bodenbildung sind arme Dolomite und Kalke. Als Bodentypen werden Rendsinen bis braunlehmbeeinflusste Rendsinen vorgefunden. Auf weniger steilen Ober- und Unterhängen des Reservates stockt ein Karbonat-Alpendost-Fichten-Tannen-Buchenwald mit reichlicher Beimengung der Eibe. Auf steilen flächengründigen Sonnseiten stockt ein Erdseggen-Rotföhrenwald bzw. auf etwas gemäßigteren, wasserzügigen Standorten ein Pfeifengras- Rotföhrenwald. Schattseitig besiedelt ein Karbonat-Alpenrosen-Latschengebüsch extreme Standorte. Im Fichten-Tannen-Buchenwald sind neben den Hauptbaumarten reichlich Eibe,  Bergahorn und Vogelbeere beigemischt. Im bachnahen Bereich finden sich Linde und Esche, auf wärmebegünstigten Stellen die Haselnuss. Überleitend zum Kiefernwald ist Eiche beigemischt. Im Kiefernwald werden Mehlbeere und Felsenbirne angetroffen. Auf den schattseitigen steilen Latschen-Standorten ist Lärche beigemischt.

Bedeutung und Beurteilung
Die Bestände sind naturnah aufgebaut. Säbelwuchs deutet auf Schneeschub in steilen Lagen hin. Es bestehen keine forstlichen Nutzungen. Die Verjüngung der Mischbaumarten wird durch Verbiss beeinträchtigt und ist weiter zu beobachten.Das Reservat bildet eine topographische Einheit. Ein schmaler Fußweg am Randes des Reservates entlang des Vomperbaches hat keine zerschneidende Wirkung. Zusammenfassend ergibt sich zweifelsfrei die Eignung der Fläche als Naturwaldreservat.



 

Rückfragen bitte direkt beim Alpenpark Karwendel oder bei:

DI Dr. Michael Haupolter
Amt der Tiroler Landesregierung, Abt. Umweltschutz
Tel.: + 43 (0) 512 508-3466
michael.haupolter@tirol.gv.at

 

 

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