Naturschutzförderungen

Förderprogramme, Naturschutzpraxis,...

Im Alpenpark Karwendel wird sehr stark auf das Instrument des Vertragsnaturschutzes gesetzt. Dies bedeutet, dass mit Grundeigentümern oder Nutzungsberechtigten Verträge für spezielle Naturschutzmaßnahmen auf freiwilliger Basis abgeschlossen werden.

 

Für zahlreiche Maßnahmen wie Erhalt alter Wälder, Schindeldächer, Verbesserung der Fließgewässer, Erhalt von Mooren etc. gibt es Naturschutzförderungen im Rahmen des Österreichischen Programms für die Entwicklung des Ländlichen Raums 2007-2013. Dies eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für Naturschutz- und Umweltbildungsprojekte im Alpenpark Karwendel. Nähere Infos zu den Naturschutzförderungen des Landes

 

Naturschutzförderungen im Alpenpark Karwendel

Moorrenaturierungen
Die Renaturierung und Weidefreistellung der wertvollen Moorbiotope im Bereich Achenwald – Bächental tragen zur Erhaltung einer naturkundlichen Besonderheit des Schutzgebietes bei. Seit 2002 wurden laufend Moore weidefrei gestellt sowie Renaturierungsmaßnahmen zur ökologischen Gesamtverbesserung durchgeführt. Im Zuge dieses international bedeutenden Renaturierungsprojektes wurden wesentliche Grundlagen für ein langfristiges Monitoring geschaffen. Vegetationskarten, Dauerbeobachtungsflächen, Managementpläne,...

Artenschutz: Flussuferläufer
Auch zum Schutz sensibler Arten im Alpenpark Karwendel wie z.B. dem Flussuferläufer werden bereits seit Jahren Fördermittel eingesetzt. Der Flussuferläufer gehört zu den wenigen Watvögeln, die in Tirol brüten. Das Leben dieses Watvogels ist streng an naturbelassene oder naturnahe Abschnitte von Flüssen und Bächen gebunden, in denen die Kraft des fließenden Wassers noch für eine ständige Dynamik sorgt. Der Rißbach weist geeignete Lebensräume noch in hervorragender Ausprägung auf, womit sich im Rißtal das höchstgelegene Brutvorkommen im Alpenraum befindet. Fördermittel werden hier für die Abzäunung der Bruträume in der Zeit des Viehauftriebs bzw. während der Wandersaison eingesetzt.

Nachpflanzaktion: Ahornboden
Am Großen Ahornboden richtet sich das Ziel der Schutzmaßnahmen auf die Erhaltung und Sanierung des einzigartigen Bergahornbestandes. Mit Hilfe von Fördermitteln werden Pflanzmaterial und Arbeitsleistungen unterstützt, die entsprechend dem Managementplan für den Großen Ahornboden verwendet werden.

Umweltbildung / Öffentlichkeitsarbeit
Auch im Bereich der Umweltbildung („Karwendelolympiade“) und Öffentlichkeitsarbeit wurden bereits viele engagierte Aktionen in der Region finanziell unterstützt. Dies wird seit 2009 fortgesetzt und verstärkt – auch mithilfe der Fördermittel im Rahmen der Ländlichen Entwicklung.

Landschaftsschutz: Schindeldächer
Zum Landschaftsschutz im Karwendel leistet die Naturschutz-Förderung  über die Erhaltung und Erneuerung von traditionellen Schindeldächern und Zäunen einen wichtigen Beitrag. Dadurch können alte Handwerkstechniken unter Verwendung heimischer Holzarten weiter durchgeführt werden.

 

Förderrichtlinien als große Chance für Schutzgebiete

Aufbauend auf den Beschluss der Tiroler Landesregierung im Oktober 2008 ist es der Abteilung Umweltschutz gelungen, das vielfältige Angebot an Fördermöglichkeiten im Naturschutz in Tirol zu vereinheitlichen.

Die wichtigsten Vorteile der neuen Richtlinien sind:

 

Die Ziele der Förderungen im Naturschutz gliedern sich in sechs Themen

 

Umsetzung des neuen Fördersystems im Karwendelprogramm 2013

Naturwaldreservate
Naturwaldreservate sind urwaldartige Waldteile, die für die natürliche Entwicklung des Ökosystems Wald bestimmt sind und in denen jede unmittelbare Beeinflussung unterbleibt. Sie sind somit ein wesentlicher Beitrag zur Erhaltung und natürlichen Entwicklung der biologischen Vielfalt und dienen der Forschung, der Lehre und der Bildung. Interessierte Waldeigentümer werden über einen zivilrechtlichen Vertrag verpflichtet, die Nutzung zu unterlassen, und werden im Gegenzug für ihren wirtschaftlichen Entgang entschädigt.

Feuchtgebietsschutz
Auch der Feuchtgebietsschutz im Karwendel bleibt im Augenmerk der Naturschutzförderung. Alle diese genannten Maßnahmen und vieles mehr fügt sich sehr gut in das derzeitige Fördersystem ein und stellt eine große Chance für partnerschaftliche Naturschutzarbeit in Schutzgebieten wie dem Alpenpark Karwendel dar!

 

Naturschutzpraxis - Von der Idee zum Antrag

Damit eine gute Idee für ein Naturschutzprojekt in der Praxis auch wirklich umgesetzt werden kann, bedarf es zuerst eines Konzeptes: Ziele, Maßnahmen und Kosten sollen schon zu Beginn im Detail geplant werden. Die Mitarbeiter des Alpenparks Karwendel können schon in der Planungsphase mit einbezogen werden. Durch eine gute Maßnahmenplanung ist es auch für die Verwaltung möglich, den Antrag zeitgerecht zur Bewilligung zu bringen. Während der Umsetzung eines Projektes erleichtern Zwischenberichte die Kontrolle des Arbeitsfortschrittes. Nach Abschluss sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden und eventuell darauf aufbauend neue Ideen und sinnvolle Maßnahmen für den Naturschutz entwickelt werden.


» Antragsformular Naturschutzmaßnahmen

 

 

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VERANSTALTUNGEN

Nature Watch Tour Moosenalm

23.05.2013

Veranstaltungsort: Parkplatz der Hochalmlifte Christlum

Jeden Donnerstag (in den Monaten Mai, Juni, Oktober): Diese Wanderung mit den Naturführern steht g...

 

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