Alpen
Schneehase (Lepus timidus)
Entsprechend der Jahreszeit und Umgebung trägt der Schneehase im Winter ein weißes Fellkleid (= "Schneehemd" = Winterfell mit besonderen luftgefüllten Haaren zur Isolation), das ab ca. Mitte Oktober wächst und ihm eine zusätzlich ideale Tarnung ermöglicht.
Des weiteren wird die Nahrungssuche nur frühmorgens oder spätabends durchgeführt, um so weniger angreifbar für seine zahlreichen Feinde zu sein. Dies ist für den Schneehasen eine lebenserhaltender Trick, da der Schneehase zu den wenigen Beutetieren gehört, die den Winter über aktiv sind. Somit steht dieser Pflanzenfresser auf dem ansonsten eher leeren "Speisezettel" vieler Beutegreifer und sichert u.a. deren Überleben.
Vor allem aus der Luft droht die größte Gefahr: Steinadler und Habichte stellen dem Schneehasen nach. Um im Falle eines Überraschungsangriffes doch noch schnell im (tiefen) Schnee flüchten zu können, besitzt der Schneehase besonders behaarte Hinterfüße mit spreizbaren Zehen ("Schneeteller"). |