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| Schlangen |
Info |
Im Karwendel gibt es 3 Schlangenarten:

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Unfälle sind äußerst selten, im Regelfall flüchtet die Schlange sofort. |
Die Schling, Glatt- oder Österreichnatter
(Coronella austriaca)
Die Schling, Glatt- oder Österreichnatter (Coronella austriaca) ist die seltenste, sie ist relativ klein und langsam und wird kaum länger als 70 cm. Häufig wird sie wegen ihrer Zeichnung mit der Kreuzotter verwechselt.
Das charakteristische Merkmal ist die H-förmige Kopfzeichnung und ein Strich von der Nase durch das Auge bis zur Halsseite. |
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Wie alle Nattern hat sie große Kopfschilder und runde Pupillen. Auffällig sind die völlig glatten Rücken-schuppen. Die Färbung ist grau, bräunlich oder rötlich mit kleinen schwarzen Flecken.
Sie liebt trockenes und sonniges Gelände und man findet sie gemeinsam mit der Kreuzotter bis über 2000 m vor. Im Karwendel kommt sie nur an den Südabhängen der Nordkette vor. Die wichtigsten Beutetiere sind Eidechsen, aber auch Blindschleichen, andere Schlangen und Mäuse werden verzehrt, wobei sie die Beute durch Umschlingen tötet oder ruhig stellt.
Die Schlingnatter ist lebendgebärend, die 3 – 15 Jungen werden im Spätsommer abgesetzt. |
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Die Kreuzotter
(Vipera berus)
Die Kreuzotter ist die einzige Giftschlange im Karwendel. Die selten über 70 cm große Schlange, die Männchen sind stets kleiner, hat einen gedrungenen Körper mit einem nur wenig abgesetzten Kopf und einem kurzen Schwanz.
Im Gegensatz zu den Nattern hat sie eine senkrechte Pupille. Die Rückenschuppen sind stark gekielt. |
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Grau mit allen Schattierungen und schwarzem Zickzackband ist das Muster der Männchen, braun mit dunkelbraunem Band das der Weibchen. Beide können aber auch tiefschwarz oder kupferrot sein, man spricht dann von „Höllen-“ oder „Kupferottern“.
Als baltisches Faunenelement bevorzugt sie einen kühleren und feuchteren Lebensraum, im Karwendel findet man sie vor allem an der oberen Waldgrenze bis weit über 2000 m hinauf. Die Kreuzotter legt keine Eier, sie ist lebendgebärend (ovovivipar). Als Nahrung dienen hauptsächlich Mäuse, Eidechsen und hie und da auch Amphibien.
Was tun bei einem Biss?:
Unfälle durch einen Kreuzotterbiss sind äußerst selten, im Regelfall flüchtet die Schlange sofort. Sollte dennoch jemand gebissen werden, ist Panik nicht angesagt.
Nur in Ausnahmefällen kommt es zu schwereren Vergiftungserscheinungen, denn meistens wird bei einem Biss gar kein Gift abgegeben. Ein Kreuzotterbiss ist an sich nicht lebensbedrohend, gefährlicher können die Auswirkungen eines Schocks sein. Ein rascher Arztbesuch ist daher immer anzuraten.
Die wichtigsten Sofortmaßnahmen: Das betroffene Glied ruhig stellen,
Ringe und Armbänder müssen wegen einer möglicher Schwellung entfernt werden und es soll viel Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee getrunken werden. |
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Die Ringelnatter (Natrix natrix)
Die Ringelnatter ist wohl die bekannteste Schlangenart.
Das wichtigste Erkennungsmerkmal sind die zwei halbmondförmigen gelben oder weißlichen Flecken, die meist schwarz umrandet sind, an den Nackenseiten.
Die Weibchen können über 1,5 m lang werden, die Männchen bleiben mit 1 m deutlich dahinter. |
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Die Farbe ist grünlich mit allen erdenklichen Grauabstufungen, und meist regelmäßig verteilte schwarze Flecken. Schwärzlinge gibt es auch, sie sind an der Unterseite ebenfalls hell und die Mondflecken fehlen meistens. Die Rückenschuppen sind zudem stark gekielt.
Im Karwendel finden wir die Ringelnatter eher an den Gewässern, selten im Wald weitab vom Wasser. Als Nahrung werden vor allem Amphibien, deren Larven und sogar Mäuse erbeutet, wobei die Tiere ohne getötet als Ganze hinuntergewürgt werden.
Zwischen Juli und September werden in der Regel 20 – 25 Eier gelegt.
4 – 10 Wochen später schlüpfen daraus ca. 20 cm lange Jungtiere.
Bei Bedrohung zischt sie laut, richtet den Vorderkörper auf und stößt mit geschlossenem Maul zu. Wird sie gefangen, entleert sie aus der Analdrüse ein übel stinkendes Sekret oder sie stellt sich tot, wobei sie das Maul offen lässt und sogar blutigen Speichel absondern kann. |
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