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| Rißtal | Zugang: |
| Lage: Das Rißtal liegt im nördlichen Bereich des Karwendels und ist für den öffentlichen Verkehr nur über Deutschland aus erreichbar. Hier liegt auch die einzige Dauersiedlung im Alpenpark Karwendel - Hinterriß, in welchem das Infozentrum Karwendel zu einem Besuch einlädt. Das gesamte Tal wird vom Rißbach und seinen größeren Seitenbächen wie Laliderer Bach, Johannesbach und Torbach nach Norden hin entwässert. |
Mit dem Auto von Westen über die Mautstraße Wallgau bzw. von Osten über Fall von Bad Tölz bzw. Achenkirch kommend. Deutschland erreichbar. Für Besucher mit guter Kondition stellt die freigegebene Mountainbike Route „Karwendelklassiker" = 27 TIROL VITAL Route – Karwendel eine weitere Möglichkeit dar, das Rißtal zu erreichen. |
Naturausstattung: Der Rißbach ist eine der augenscheinlichsten Besonderheiten des Rißtal. Der natürliche Bachverlauf bietet zahlreichen seltenen Tieren und Pflanzen einen außergewöhnlichen Lebensraum. Die „Deutsche Tamariske“ als Spezialistin von Bauchauen ist auf vollkommen naturbelassene Bachabschnitte mit ausgedehnten Schotterkörper und sich laufend veränderter Wasserführung angewiesen. |
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| Der ebenfalls sehr seltene und gefährdete Flussuferläufer findet im Rißbach mit seinen Auen einen idealen Lebensraum. Das Rißtal stellt einen der höchstgelegenen Brutplätze Mitteleuropas dar. Zu seinem Schutz herrscht in der Zeit von 15. April bis 15. August jeden Jahres im Bereich von der Neunerbrücke bis zur Hagelhütte ein Betretungsverbot der Rißbachauen. Weitere Informationen erhalten Sie dazu im Infozentrum Karwendel Hinterriß. Im Talschluss des Rißtales schließt der „Große Ahornboden“ und das Weidegebiet der Engalm an, indem zahlreiche Hütten zu Tageswanderungen einladen. Der Talkessel des Tortales stellt einen landschaftlich imposanten Talschluss mit den mehr als 1100 m aufragenden Torwänden aus Wettersteinkalk dar. Im Tortal liegen seltene Waldgesellschaften aus reinen Laubbäumen: Laubmischwälder aus Buche, Esche, Buche, Bergulme und Berg-Ahorn westlich der Tortalalm (1310 m). Derartige reine Laubholzbestände zählen zu den seltensten Waldgesellschaften des Karwendels. Im Bergmischwald am Vorderskopf tritt die seltene Stechpalme (Ilex aquifolium) auf. Dieser immergrüne Strauch ist auf wintermilde feuchte Klimalagen beschränkt. Die roten Beeren sind giftig, werden aber von Vögeln gefressen und so verbreitet. Weiters findet sich am Vorberg die Eibe (Taxus baccata) recht häufig. Die Schlucht des Johannisbaches weist einen Durchbruch in einer etwa 1 km langen und bis zu 70 m tiefen Schlucht auf. Vereinzelt sind von der Forststraße Blicke in die Tiefe der tosenden Schlucht möglich. Blumenreiche Kalkschuttflur kommen z.B. am „Marchgraben“ im Laliderertal vor: Neben Schutt-, Felsspalten- und Rasenpflanzen haben weitere Pflanzen wie z.B. Graslilie, Wohlriechender Salomonsiegel, Steinröschen, Aurikel und das Edelweiß dort ihre Verbreitung. Ausgedehnte, artenreiche Bergwiesen befinden sich beim Hochleger der Tortalalm (1500 m) bis hinauf zum Torkopf (1900 m). Hier gibt es auch ein Vorkommen des geschützten Edelweißes. Es handelt sich um eine mosaikartige Verzahnung von bunten Almwiesen mit Hochstauden- und Legerfluren, Latschenfeldern, lückigen Felsrasen, Schuttrunsen und Felspartien. |
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