Förderungen & Rechtliche Grundlagen

Der Naturpark Karwendel besteht – rechtlich gesehen – aus 11 Schutzgebieten. Die einzelnen Schutzgebiete wurden mit den Verordnungen der Tiroler Landesregierung vom 23. März 1989, LGbl. Nr. 21 – 31 ausgewiesen.

Förderungen

Erste Verordnung
1928 wurde der zentrale Teil des Karwendelgebirges als Banngebiet (Naturschutzgebiet) erklärt. Dieses Schutzgebiet diente damals eher zum Schutze des Eigentums – der touristische Ansturm auf die alpine Bergwelt setzte ein. Bemerkenswert ist aber auch die Tatsache, dass neben dem Schutz der Pflanzen auch schon Faunenelemente geschützt wurden und besonders das „Raubwild“, vorallem der Edelmarder, vor dem Ausrotten bewahrt werden sollte.

Zweite Verordnung
1943 wurde das Gebiet durch den damaligen Reichsstatthalter neu verordnet. In dieser unrühmlichen Zeit des zweiten Weltkrieges wurde das Schutzgebiet eher als außergewöhnliches Jagdgebiet angesehen. Die Verordnung aus der NS-Zeit blieb im Sinne des Reichübergangsgesetz vom 1.Mai 1945 bis zur Neuverordnung (s.u.) in Kraft.

Neue Verordnung
1989 erfolgten Neuverordnungen, bei denen neue Schutzziele und die jetzige Ausdehnung festgelegt wurden. Die einzelnen Schutzgebiete wurden mit den Verordnungen der Tiroler Landesregierung vom 23. März 1989, LGbl. Nr. 21 – 31 ausgewiesen. Die Verordnung, ebenfalls vom 23. März 1989, LGbl. Nr. 32 regelt den Schutz aller wildwachsender Pflanzen und freilebender, nicht jagdbarer Tiere im gesamten Gebiet des Alpenparks Karwendel. Bezogen werden können die Verordnungen beim Amt der Tiroler Landesregierung, 6010 Innsbruck, Kanzleidirektion, Zi.555. Verordnung der Tiroler Landesregierung vom 23. März 1989, LGbl. Nr. 22.

Alpenpark Karwendel wird Naturpark
Mit dem Beschluß der Tiroler Landesregierung vom 30. Juni 2009 wird der Alpenpark Karwendel zum Naturpark erklärt. LGbl. 26/2009. Seit November 2015 wird ausschließlich die Bezeichnung „Naturpark Karwendel“ verwendet.

Für den Besucher sind v.a. die Verhaltensregeln von Bedeutung. Um den Naturpark Karwendel in seiner einmaligen Naturschönheit und Vielfalt auch für zukünftige Generationen zu erhalten, ist unser aller Unterstützung nötig.

» Verhaltensregeln im Naturpark Karwendel

Für Vorhaben und Projekte, die eine naturschutzrechtliche Verhandlung benötigen sind in erster Linie die Bezirkshauptmannschaften Innsbruck und Schwaz zuständig.

Größere Vorhaben werden direkt von der Abteilung Umweltschutz bearbeitet.
» Land Tirol, Abteilung Umweltschutz

Falls Sie Fragen zu Ansprechpartnern und den jeweiligen Zuständigen haben, sind wir als Naturpark gerne behilflich.

Im Naturpark Karwendel stehen unterschiedliche Förderprogramme zur Verfügung, die die Umsetzung komplexer Naturschutzmaßnahmen ermöglichen:

Programm für Ländliche Entwicklung 2014-2020

Das Programm für Ländliche Entwicklung ist das wichtigste Förderinstrument für Naturschutzprojekte.

Den allgemeinen Link der Europäischen Kommission zu diesem Programm finden sie hier.

Die Förderseite des Landes Tirol bzw. des BMLFUW sind hier abrufbar.

Naturschutzfonds

Der Tiroler Naturschutzfonds ist eine Sondereinrichtung des Landes Tirol.

Im „Förderdschungel“ den Überblick zu bewahren ist nicht immer ganz einfach. Der Naturpark Karwendel hat bereits viele Projekte aus den Bereichen Naturschutz, Bewusststeinsbildung und Öffentlichkeitsarbeit über dieses beiden Förderinstrumente abgewickelt. Falls sie Naturschutz-Projekte und Aktivitäten geplant haben, sind wir ihnen gerne behilflich bzw. stellen wir gerne einen Kontakt zu den entsprechenden Förderstellen her.

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Silberregion Karwendel
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