Projekt „Natur begreifen“ wurde zum UN-Dekadenprojekt erklärt

Freitag, 26. November 2010 | LHStv Gschwentner gratuliert Alpenpark Karwendel zur UNESCO-Auszeichnung

Die UNESCO Dekade für nachhaltige Bildung

„Nachhaltige Entwicklung ist eines der zentralen Themen des 21. Jahrhunderts. Die Vereinten Nationen haben daher die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade ‚Bildung für nachhaltige Entwicklung’ ausgerufen, im Rahmen derer so genannte Dekadenprojekte ausgewählt werden. Die Auszeichnung zum UN-Dekadenprojekt wird durch die Österreichische UNESCO-Kommission in Kooperation mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur sowie dem Lebensministerium vergeben“, erläutert Naturschutzreferent LHStv Hannes Gschwentner und gratuliert dem Alpenpark Karwendel herzlich zur UNESCO-Auszeichnung.

Urkundenüberreichung für das UN-Dekadenprojekt "Natur begreifen"

Hohe Auszeichnung für den Alpenpark Karwendel. Gemeinsam mit sechzehn anderen Projekten erhielt Österreichs größter Naturpark gestern in Wels die Auszeichnung „UN-Dekadenprojekt“.

Mit dem Projekt „Natur begreifen – Tiroler SchülerInnen lernen das Schutzgebiet vor ihrer Haustür kennen!“ konnte der Alpenpark Karwendel die Jury überzeugen: „Wir haben das Projekt 2009 konzipiert und inzwischen mit mehr als 50 verschiedenen Schulklassen umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Land Tirol, der Stadt Innsbruck, dem Tiroler Jägerverband, der Österreichische Bundesbahnen und dem Brunnerhof ermöglicht der Alpenpark Karwendel SchülerInnen ab der 2. Volksschulstufe ein umfassendes Naturbild des Alpenparks zu erlangen“, berichtet Geschäftsführer Hermann Sonntag.

Vielfältiges Schulprojekt

In eintägigen Schulprogrammen können die Klassen ein Thema aus den Bereichen „WALDreich“, „WASSERreich“ und „WILDTIERreich“ auswählen. Durch eine spielerische Informationsvermittlung mittels Exponaten und Schaustücken, aber auch durch eigenständige Erhebungen und Messungen, Lernspiele und Übungen zur Sinnesschärfung, sollen die SchülerInnen ein Bewusstsein für die „Natur vor der Haustür“ entwickeln und den Alpenpark mit seinen naturkundlichen Besonderheiten kennen lernen. „Durch das Entdecken und Staunen über die Geschichten in der Natur wird den Schülern ermöglicht, eine Naturbeziehung aufzubauen“, erklärt Obmann Bgm. Josef Hausberger. Die Inhalte handeln nicht nur von Naturschutzthemen, sondern auch von nachhaltigen Nutzungsformen mit regionalen Kreisläufen wie beispielsweise der Almwirtschaft. Um nicht nur über Nachhaltigkeit zu sprechen sondern sie auch zu leben, wurden die Alpenparktage so konzipiert, dass eine umweltgerechte An- und Abreise mit der Bahn erfolgt. „Der Reichtum, der direkt vor der Haustüre liegt, wird somit nicht nur den Schulkindern rund um die Alpenparkregion, sondern auch darüber hinaus den übrigen Tiroler SchülerInnen zugänglich gemacht“, freut sich Gschwentner abschließend.

Bildduntertitel

Die Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission Mag. Gabriele Eschig (Mitte) überreichte (v.l.) Anton Heufelder (Alpenpark Karwendel) und Robert Mühlthaler (ÖBB) die Auszeichnung zum UNESCO-Dekadenprojekt. Photo: Alexander Erler

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