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Genuß-Eindrücke aus dem Karwendel...

Besucher des Karwendel-Gebirges haben in ihrer Freizeit genußvolle Erlebnisse in diesem Naturjuwel mit ihren Fotoapparaten festhalten können. Die Natur im Alpenpark ist begeisternd…

Beeindruckendes Panorama vom Gramaijoch

Wunderschöner Panorama-Blick von Heiko Braesko vom Gramaijoch aus!

Ein Dank an diese guten Hobby-Fotografen Heiko Braeske, Sabine und Christian Schillinger und Hans Küsswetter!


Und auch dieses Jahr ....

….wird es am 3.10. wieder einen Massenansturm auf den Ahornboden und seine Umgebung geben. Anders kann man dieses Phänomen nicht bezeichnen.

Schön, wenn zwar viele Menschen zum Naturgenuss ins Karwendel fahren wollen. An diesem Tag stellt sich jedoch die Frage inwieweit das Eintauchen in die Natur überhaupt möglich ist.

Es beginnt schon damit, dass man sich unter Umständen in einer Autoschlange vorwärts bewegt,…

Autoschlange

…weiter geht’s mit einem Parkplatzproblem…. und dem Zuparken der Fläche vom Großen Ahornboden.

Großer Ahonboden

Hat man dann mit Hunderten anderen seinen Weg zu den Engalmen oder hinauf Richtung Binsalm/Lamsenjochhütte oder zur Falkenhütte gefunden,…

Engalmen Spazierweg

…grübeln alle wie lange sie wohl auf das Essen zu warten haben und wer zuerst etwas bekommt…

Essen?

Kleiner Tipp: Überlegt es euch, ob ihr an diesem Tag tatsächlich auch noch hier unterwegs sein wollt.


GämsenREICH

Auch wenn diese frischen und etwas feuchten Herbsttage nicht so motivierend für Wanderungen in den Bergen sind, zeigt sich unsere Tierwelt von einer besonderen Seite. In den heißen Sommertagen sind unsere Gämsen meist nur in der Ferne, in den felsigen Gebieten sichtbar. Doch jetzt zeigen sich unsere ziegenartigen Säugetiere in großen Rudeln, meist sehr nah an den Wanderwegen.

Beeindruckende Erlebnisse und unglaublich tolle Beobachtungen von Gams-Rudeln erlebten wir in den letzten Tagen. In wenigen Stunden erblickten wir mehrere Rudel mit vielen Kitzen. Und unsere Fernoptik ermöglichte uns atemberaubende Detailblicke…

Ein tolles Fotomotiv – im Hintergrund eine sehr markante Felspyramide. Einer der höchsten Gipfel im Karwendel, etwas in den Wolken und die schöne Lamsenjochhütte mit dem guten, gastfreundlichen Service. Knapp neben dem Weg zeigen sich zwei Gämsen…

Lamsenspitz, Lamsenjochhütte, Gämsen - ein schönes Motiv

…Lamsenspitz, Lamsenjochhütte, Gämsen…

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Nur wenige Meter neben dem Wanderweg...

Nur wenige Meter neben dem Wanderweg…

Schon am frühen Morgen des nächsten Tages zogen gut 20 Gämsen knapp neben der Hütten-Terrasse vorbei.

Dann, vom Hahnkampl Richtung Gramai-Alm-Hochleger zeigte sich wieder das nächste große Rudel. Und an den sonnigen Hängen des Sonnjochs tummelten sich erneut wieder mehr als 20 „Gemsen“.

Einige Gämsen ruhen sich mit ihren Kitzen aus...

Einige Gämsen ruhen sich mit ihren Kitzen aus…

Fotografie durch unser hochwertiges Spektiv lassen uns schöne Detailaufnahmen der "Gams-Familien" festhalten :-)

Fotografie durch unser hochwertiges Spektiv lassen uns schöne Detailaufnahmen der “Gams-Familien” festhalten :-)

Bei den sich dann etwas bessernden Wetter-Bedingungen genossen sie dann die schönen Panoramablicke :-)

Nach einigen ständig bewölkten Tagen zeigte sich auch wieder der blaue Himmel...

Nach einigen ständig bewölkten Tagen zeigte sich auch wieder der blaue Himmel…

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Derarige Beobachtungserlebnisse beweisen uns, dass unser Karwendelgebirge einen ausgezeichneten Gamslebensraum darstellt und daher sehr “GämsenREICH” ist :-)


Wetterumschwung

Am Samstag hat auf der Nordkette das Retroalpin Fest der Alpinschule Innsbruck (50 Jahre ASI) stattgefunden. Der Naturpark Karwendel war mit einem Stand und Programm ebenfalls dabei. Wir Ranger haben im Laufe des Tages für Interessierte Biologische Wanderungen durchgeführt.

So herrlich war es in der früh um 7 Uhr auf der Seegrube…

Blick von der Seegrube Blick von der Seegrube

Kurze Zeit später wanderten wir bei winterlichen Verhältnissen auf die Hafelekarspitze und haben mit unserem Thermometer ganze 2,8 ° C gemessen.

Weg zur Hafelekarspitze

 

Den Spaß haben wir uns trotzdem nicht verderben lassen. Anstatt jedoch die schöne Blumenpracht im Gebirge zu bestaunen oder Fossilien zu suchen, haben wir eher über die winterlichen Anpassungsstrategien der Tiere gesprochen…..

Tierkunde

Als dann doch auch nochmal die Sonne heraus spitzte, haben sich auch die Gamsen wieder gezeigt…..

Gams schauen

Übrigens hat man bei der Fahrt mit der Gondel von der Seegrube hinauf zum Hafelekar oftmals auch gute Chancen Steinböcke zu beobachten.


Wasserreich...

…ist das Karwendel definitiv.
Mit insgesamt 350 Quellen ist das Karwendel ein sehr guter Wasserlieferant.
Ein Regentrropfen sickert zwischen 8-10 Jahren durch das Kalkgestein bis dieser auf eine Tonschicht trifft, die ein Weitersickern verhindert.
Nun sucht sich das Wasser seinen Weg ins Freie, Quellen entstehen.
Während diesem Prozess wird das Wasser gut gefiltert und erhält eine sehr hohe Trinkwasserqualität.
Die größten Quellen schütten bis zu 500l Wasser pro Sekunde und versorgen die umliegenden Städte und Dörfer mit Wasser.

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Prinzipiell ist Gebirgswasser sehr kalt, Nährstoffarm und Mineralstoffreich.
Für uns Menschen eher lebenswiedrige Zustände. Trotz alledem finden sich Bewohner im Wildbach.
Tierchen wie die Steinfliegenlarve oder die Eintagsfliegenlarve strotzen der Kälte und leben, wenn man so will, “ein Leben gegen den Strom”.
Oft kann man diese Bewohner auf der Unterseite von Steinen im Bachbett finden!
Einfach einen Stein aus dem Wasser nehmen und genau hinsehen :)

Kürzlich kam im Gelände die Frage auf, warum denn die Isar teilweise so türkis schimmert.
Der Grund dafür sind microskopisch kleine Gesteinsstückchen, die im Wasser schwimmen und durch ihren Durchmesser, genau die blau-türkisen Anteile des Lichtes reflektieren.

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Häufig kommt dieses türkise Schimmern in Gletscherbächen vor.
der Gletscher übt eine enorme Kraft auf das darunterliegende Gestein aus und malt dieses teiweise zu “Steinmehl”. Diese Partikel werden im Wasser herausgeschwemmt und der Bach erhält seine Farbe.


Nächsten Montag: Unterwegs mit den Rangern!

Mit den Naturpark Ranger einen herrlichen 3,5 stündigen Naturspaziergang machen und mehr über die Geologie, die Flora & Fauna oder ganz Allgemeines zum Karwendel erfahren. Aber auch ein Blick durch’s Fernglas oder das Spektiv (mit einer 50-fachen Vergrößerung) stehen auf dem Programm. Gamsen und Steinböcke hautnah sozusagen!

 Einfach ausprobieren und mitkommen! Um Anmeldung wird jedoch gebeten!

Mit den Rangern unterwegs

Mehr dazu im “Wanderprogramm Achensee”

oder

Wanderprogramm Achensee


Wo genau liegt.....

…eigentlich die Grenze vom Schutzgebiet? Bei unserer letzten Ranger Führung haben wir uns das mal genauer angesehen…..

Kartenkunde

Der Naturpark Karwendel erstreckt sich mit einer Größe von 727km² grob gesagt vom Seefelder Plateau im Westen bis hin zum Achensee im Osten, vom Inntal im Süden bis hin zur Staatsgrenze im Norden. Eine detailliertere Beschreibung findet ihr auch hier.

Im Detail muss das natürlich niemand wissen, aber es wäre doch schön wenn man wenigstens eine Vorstellung davon hat, dass man sich überhaupt in einem Schutzgebiet befindet. Ein Gebiet mit vielen Besonderheiten, dass dazu auserwählt wurde dauerhaft geschützt zu werden…….

Im Gelände treffen wir aber tatsächlich immer wieder auf Leute, die keinen Ahnung davon haben, dass sie gerade mitten in einem Naturpark unterwegs sind. Schade irgendwie……


Flügge werden

Das Leben einer Steinfliege beginnt als Larve im Wasser. 10 bis 20 Häutungen bringt  diese innerhalb mehrerer Jahre zustande um sich dann ein letztes Mal komplett zu verwandeln und flugtauglich zu werden.
Um die letzte Häutung (Imaginalhäutung) zu vollziehen, verlässt die Steinfliegenlarve das Wasser.

Steinfliegenlarve - Haut 2
Ist sie einmal als Steinfliege am Land unterwegs, dreht sich das Leben fast nur noch um die Fortpflanzung.
Dennoch nimmt die bis zu 40mm lange Steinfliege auch Nahrung auf und kann ihr Körpergewicht nocheinmal verdoppeln, bevor sie nach wenigen Tagen oder maximal einigen Wochen noch schnell die Eier legt um dann endgültig in den Himmel zu fliegen.
Die Haut der Imaginalhäutung haben wir auf einem Baum nahe dem Rissbach entdeckt!

Steinfliegenlarve - Haut


Nächster Montag wieder: Mit den Rangern unterwegs

Mit den Rangern auf einem ca. 3,5 stündigen Naturspaziergang in der Gramai (Wasserfall/Lärchenrundweg) mehr über die Hintergründe im Karwendel, dessen Entstehung bzw. wer hier vorkommt und lebt, erfahren! Auch spannende Beobachtungen mit dem Fernglas und durch das Spektiv stehen auf dem Programm.

Einfach mitgehen! Um Anmeldung wird jedoch gebeten!

Mit den Rangern unterwegs

Mehr dazu im “Wanderprogramm Achensee”

oder

Wanderprogramm Achensee


Klein aber oho!

Wer mit scharfem Blick durch Wald und Wiese streift, hat vielleicht schon einmal soetwas entdeckt:
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Tollwut? Keines Wegs!
Es sind die Nester der Schaumzikaden die an den Stielen diverser Pflanzen hängen. In diesen Speichelartigen Schaumhüllen leben die Larven der angehenden Schaumzikade.
Schaumzikade_2
Klein:
Das ausgewachsene Insekt ist ziemlich unauffällig und verschwimmt durch den strohfarbenen Braunton perfekt mit seiner Umgebung.

…aber oho:
Interessanterweise sind diese Tierchen Weltmeister im Hochsprung.
Mit einer Länge von ca. 5 mm springt die Schaumzikade bis zu 70 cm hoch.
Ein Mensch müsste zum Vergleich an die 200 m hoch springen können um mitzuhalten!