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Mit positivem Beispiel voran....

Im Sommer vor 2 Jahren haben wir Ranger unterhalb der Tölzer Hütte eine größere Fläche von Müll-Altlasten und Bauschutt gefunden. Wie bei einigen anderen Hütten auch und früher oftmals sehr üblich, wurde früher der anfallende Hüttenmüll auf diese Art und Weise entsorgt.

Umgehend haben wir mit der Sektion Tölz, den zuständigen Leuten und dem Hüttenwart Kontakt aufgenommen.

Zu Sonnwend diesen Jahres haben engagierte Sektions-Mitglieder mit eigenen Händen stundenlang aufgeräumt und alles in Big Bags verstaut, die dann im Zuge der Sanierungsarbeiten auf der Hütte (neue Kläranlage) mit dem Helikopter ausgeflogen wurden.

Tölzer Hütte Aufräumarbeiten copyrigth M. Nichtl (1) Tölzer Hütte Aufräumarbeiten copyrigth M. Nichtl (3) Tölzer Hütte Aufräumarbeiten copyrigth M. Nichtl (4) Tölzer Hütte Aufräumarbeiten copyrigth M. Nichtl (5) Tölzer Hütte Aufräumarbeiten copyrigth M. Nichtl (6)

Ein sehr positives Beispiel wie Zusammenarbeit aussehen kann. Und herzlichen Dank an die Sektion, den Hüttenwart, alle Unterstützer und die Hüttenpächter sich dem Thema anzunehmen und diesbezüglich Verantwortung zu übernehmen.

Eine super Sache!


Wasser gegen Weg....

…aktuell aus dem Hinterautal

Birkarbach Birkarbach Birkarbach BirkarbachWeg über Birkarbach Weg über Birkarbach


Natur Exklusiv - Mit den Rangern unterwegs

Wer möchte kann ab dem 7.Juli (bis Ende Oktober), immer Montags, mit uns Rangern einen circa 3,5 stündigen Naturspaziergang machen und dabei mehr über das Karwendel, seine Gebirgsentstehung oder Aktuelles erfahren. Mit Glück können wir durch’s Spektiv oder Fernglas auch genau beobachten was Gams und Steinbock gerade so machen…….aber auch der detaillierte Blick auf Tierspuren kann ziemlich spannend sein.

Rangerführung

Die Führung ist kostenfrei, um rechtzeitige telefonische Anmeldung – bis Sonntag 17 Uhr bei der Rangerin Frau Sina Hölscher unter folgender Nummer: 0043-(0) 664 2629535 – wird jedoch gebeten.

Treffpunkt ist an der Mautstelle zu den Karwendeltälern, bei Pertisau am Achensee.

Wir freuen uns auf euer Kommen und ein gemeinsames Naturerlebnis!


Team Karwendel Flussuferläufer

Letztes Wochenende haben sich 5 Freiwillige und 2 Ranger intensiv mit den Flussuferläufern im Risstal beschäftigt.

Team Karwendel

Am Samstag Morgen gab es erst eine kurze Einführung in die Biologie und Lebensweise des Flussuferläufers und wie sich sein Bestand im Karwendel über die Jahre verändert hat.

Aber auch folgenden Fragen wurden geklärt: “Wie genau hört sich der Warnruf des Vogels? Wie kann ich den Vogel am Besten beobachten? Wann ist er am Aktivsten? Was macht er bei Regen?”

Ausgestattet mit Karten, Erhebungsbögen, Ferngläsern, Spektiven und Kameras ging es dann ins Gelände.

Flussuferläufer kartieren

Im Laufe der 2 Tage haben wir 5 Reviere intensiv kontrolliert. Sichtungen gab es einige, in einem Revier konnte ein Bruterfolg festgestellt werden. Der junge Flussuferläufer war schon sehr groß, sein flaumiges Gefieder unten drunter zeigte aber im Vergleich zum ausgewachsenen Vogel deutlich den Unterschied. Leider sind die Bilder nicht so scharf gelungen, der Blick durch’s Spektiv war deutlich besser.

FlussuferläuferFlussuferläufer adult

Danke an die Freiwilligen für die Mithilfe und den engagierten Einsatz zum Schutze dieses besonderen und bedrohten Vogels!

 


Die Alpen Gämskresse im Porträt

Bevorzugt wächst die Gämskresse oberhalb der Baumgrenze in hohen Höhen.

Wir haben sie aber, wie wir im letzten Beitrag lesen konnten, auf den Schotterbänken bei der Isar auf circa 1200m ü NN entdeckt.

Alpen-Gämskresse

Wie kommt es dazu?

Die Gämskresse zählt wie z.B. auch die Silberwurz, das Edelweiß oder das Alpen-Leinkraut zu sogenannten Alpen-Schwemmlingen. Der Begriff kommt aus der Botanik und bezeichnet Alpenpflanzen, die mit Bächen und Flüssen in tiefere Lagen herabgeschwemmt werden und an für sie untypischen Standorten Fuss fassen. Die Kies- und Schotterbänke des Wildflusses haben aber sehr viele Gemeinsamkeiten mit den alpinen Schutthalden und Felsfluren. Hier kann die sehr lichtbedürftige Gämskresse gut der Konkurrenz wuchskräftiger Arten entgehen.

Blütezeit von Mai bis August


Adlerhorst

Steinadler leben in einer monogamen Dauerehe und haben in ihrem Revier meist mehrere Horste, die abwechselnd zur Brut verwendet werden. Baumhorste sind bei uns im Karwendel eher selten zu finden, in der Regel nisten die Adler auf geschützten Felsbändern oder in Felsnischen. Die Horste sind immer unterhalb der Jagdgebiete gelegen, so dass die geschlagene Beute nur “bergab” transportiert werden muss.

Da die Horste bzw. der aktuell genutzte Horst vor Brutbeginn und auch während der Brut vom Adlerpaar “renoviert” wird, können die Nester im Laufe der Jahre mehrere Meter Höhe erlangen. Das kann man hier recht gut erkennen…..

Steinadlerhorst

Diesen Horst haben wir kürzlich entdeckt……die vielen neuen Äste oben auf (anfangs waren sie noch schön grün) haben uns verraten, dass dieses Jahr wohl genau hier gebrütet wird. Inzwischen dürfte der Nachwuchs auch schon geschlüpft sein. Vielleicht haben wir beim nächsten Mal Glück ihn zu entdecken…..


Genuß-Eindrücke aus dem Karwendel...

Besucher des Karwendel-Gebirges haben in ihrer Freizeit genußvolle Erlebnisse in diesem Naturjuwel mit ihren Fotoapparaten festhalten können. Die Natur im Alpenpark ist begeisternd…

Beeindruckendes Panorama vom Gramaijoch

Wunderschöner Panorama-Blick von Heiko Braesko vom Gramaijoch aus!

Ein Dank an diese guten Hobby-Fotografen Heiko Braeske, Sabine und Christian Schillinger und Hans Küsswetter!


Und auch dieses Jahr ....

….wird es am 3.10. wieder einen Massenansturm auf den Ahornboden und seine Umgebung geben. Anders kann man dieses Phänomen nicht bezeichnen.

Schön, wenn zwar viele Menschen zum Naturgenuss ins Karwendel fahren wollen. An diesem Tag stellt sich jedoch die Frage inwieweit das Eintauchen in die Natur überhaupt möglich ist.

Es beginnt schon damit, dass man sich unter Umständen in einer Autoschlange vorwärts bewegt,…

Autoschlange

…weiter geht’s mit einem Parkplatzproblem…. und dem Zuparken der Fläche vom Großen Ahornboden.

Großer Ahonboden

Hat man dann mit Hunderten anderen seinen Weg zu den Engalmen oder hinauf Richtung Binsalm/Lamsenjochhütte oder zur Falkenhütte gefunden,…

Engalmen Spazierweg

…grübeln alle wie lange sie wohl auf das Essen zu warten haben und wer zuerst etwas bekommt…

Essen?

Kleiner Tipp: Überlegt es euch, ob ihr an diesem Tag tatsächlich auch noch hier unterwegs sein wollt.


GämsenREICH

Auch wenn diese frischen und etwas feuchten Herbsttage nicht so motivierend für Wanderungen in den Bergen sind, zeigt sich unsere Tierwelt von einer besonderen Seite. In den heißen Sommertagen sind unsere Gämsen meist nur in der Ferne, in den felsigen Gebieten sichtbar. Doch jetzt zeigen sich unsere ziegenartigen Säugetiere in großen Rudeln, meist sehr nah an den Wanderwegen.

Beeindruckende Erlebnisse und unglaublich tolle Beobachtungen von Gams-Rudeln erlebten wir in den letzten Tagen. In wenigen Stunden erblickten wir mehrere Rudel mit vielen Kitzen. Und unsere Fernoptik ermöglichte uns atemberaubende Detailblicke…

Ein tolles Fotomotiv – im Hintergrund eine sehr markante Felspyramide. Einer der höchsten Gipfel im Karwendel, etwas in den Wolken und die schöne Lamsenjochhütte mit dem guten, gastfreundlichen Service. Knapp neben dem Weg zeigen sich zwei Gämsen…

Lamsenspitz, Lamsenjochhütte, Gämsen - ein schönes Motiv

…Lamsenspitz, Lamsenjochhütte, Gämsen…

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Nur wenige Meter neben dem Wanderweg...

Nur wenige Meter neben dem Wanderweg…

Schon am frühen Morgen des nächsten Tages zogen gut 20 Gämsen knapp neben der Hütten-Terrasse vorbei.

Dann, vom Hahnkampl Richtung Gramai-Alm-Hochleger zeigte sich wieder das nächste große Rudel. Und an den sonnigen Hängen des Sonnjochs tummelten sich erneut wieder mehr als 20 „Gemsen“.

Einige Gämsen ruhen sich mit ihren Kitzen aus...

Einige Gämsen ruhen sich mit ihren Kitzen aus…

Fotografie durch unser hochwertiges Spektiv lassen uns schöne Detailaufnahmen der "Gams-Familien" festhalten :-)

Fotografie durch unser hochwertiges Spektiv lassen uns schöne Detailaufnahmen der “Gams-Familien” festhalten :-)

Bei den sich dann etwas bessernden Wetter-Bedingungen genossen sie dann die schönen Panoramablicke :-)

Nach einigen ständig bewölkten Tagen zeigte sich auch wieder der blaue Himmel...

Nach einigen ständig bewölkten Tagen zeigte sich auch wieder der blaue Himmel…

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Derarige Beobachtungserlebnisse beweisen uns, dass unser Karwendelgebirge einen ausgezeichneten Gamslebensraum darstellt und daher sehr “GämsenREICH” ist :-)


Wetterumschwung

Am Samstag hat auf der Nordkette das Retroalpin Fest der Alpinschule Innsbruck (50 Jahre ASI) stattgefunden. Der Naturpark Karwendel war mit einem Stand und Programm ebenfalls dabei. Wir Ranger haben im Laufe des Tages für Interessierte Biologische Wanderungen durchgeführt.

So herrlich war es in der früh um 7 Uhr auf der Seegrube…

Blick von der Seegrube Blick von der Seegrube

Kurze Zeit später wanderten wir bei winterlichen Verhältnissen auf die Hafelekarspitze und haben mit unserem Thermometer ganze 2,8 ° C gemessen.

Weg zur Hafelekarspitze

 

Den Spaß haben wir uns trotzdem nicht verderben lassen. Anstatt jedoch die schöne Blumenpracht im Gebirge zu bestaunen oder Fossilien zu suchen, haben wir eher über die winterlichen Anpassungsstrategien der Tiere gesprochen…..

Tierkunde

Als dann doch auch nochmal die Sonne heraus spitzte, haben sich auch die Gamsen wieder gezeigt…..

Gams schauen

Übrigens hat man bei der Fahrt mit der Gondel von der Seegrube hinauf zum Hafelekar oftmals auch gute Chancen Steinböcke zu beobachten.