Pleisenhütte, 1757 m und Pleisenspitze, 2569 m
Lange aber sehr empfehlenswerte Bergtour hoch über Scharnitz und den Karwendel-Tälern – allein schon ein Besuch auf der urigen Pleisenhütte ist ein Erlebnis für sich – der Aufstieg auf die Pleisenspitze verlangt etwas mehr Kondition und Ausdauer.
Steckbrief
- Schwierigkeitsgrad: rot
- Tourenkategorie: Bergtour
- Region: Scharnitz
- Ausgangspunkt: Bahnhof Scharnitz oder Parkplatz In der Länd am Naturpark-Infozentrum (gebührenpflichtig)
- Gehzeit: Gesamt: 8:30 h
- Höhenmeter: 1750 hm
- Länge: 22.2 km
- Einkehrmöglichkeiten: Gasthof Wiesenhof; Pleisenhütte
Tipp
Diese Tour ist gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und in unserer WÖFFI Broschüre beschrieben!
Tourenbeschreibung
Diese Bergtour führt von Scharnitz auf die Pleisenhütte und die Pleisenspitze. Vom Ortskern wandern wir noch vor der Isarbrücke links über die Bahnbrücke und gleich wieder links hinauf zum Waldrand. Rechts auf einem Wanderweg weiter bis zur Birzelkapelle (1.115 m) und auf der Forststraße geradeaus ins Karwendeltal, bis rechts ein Steig zum Karwendelsteig abzweigt. Weiter auf der Forststraße, bis spitz nach links zurück der Forstweg zur Pleisenhütte abzweigt. Auf ca. 1.200 m besteht die Möglichkeit, über einen Steig abzukürzen, um auf ca. 1.380 m wieder auf die – nun um einiges schmalere – Forststraße zu gelangen. Zuletzt in einigen Kehren zur Pleisenhütte (1.757 m). Auf der urigen Pleisenhütte werden wir mit einem herrlichen Ausblick hoch über Scharnitz belohnt – unsere Bergtour führt uns aber noch weiter auf die Pleisenspitze:
Der Steig zur Pleisenspitze (2569m) führt hinter dem Haus weiter und geht steil über Stock und hauptsächlich Stein durch den Latschengürtel hindurch auf die weite Pleisenflanke. Hier lassen sich öfters größere Gamsrudel beobachten. Außerdem zu entdecken ist eine begehbare Höhle. Dort fand der legendäre „Pleisentoni“, der Erbauer der gleichnamigen Hütte, ein 2000 Jahre altes Elchskelett, das im Naturpark-Infozentrum Scharnitz zu bewundern ist. Nach dem mühsamen, gut fünfstündigen Aufstieg wird man mit einer grandiosen Aussicht auf die tiefeingeschnittenen Täler und die steilaufragenden Felsgipfel belohnt: das schmale Karwendeltal im Norden, das Hinterautal im Südosten, das Gleirschtal im Süden. Im Westen reicht der Blick bis zum Zugspitzmassiv und weiter.
Der Abstieg erfolgt in gut drei Stunden auf derselben Route. Erst recht weit unten gehen wir nicht rechts zum Karwendelsteig, sondern folgen dem Weg nach links zur Isar hinunter. Hier können wir die Asphaltstraße nach Scharnitz nehmen oder die Isar überqueren und an der anderen Flussseite, vorbei an einer Kneippanlage, auf dem schöneren Isarsteig bis ins Dorf wandern.
Wer diese lange Bergtour in Scharnitz um den Anstieg auf die Pleisenspitze abkürzen möchte, ist auf der Pleisenhütte gut aufgehoben. In diesem Fall bleibt vor der Tour oder auch danach noch Zeit, das Museum Holzerhütte in der Scharnitzer Länd zu besuchen. Kostenlose Tickets gibt es im modernen Naturpark-Infozentrum nebenan!
Besonderheiten rund um die Pleisenhütte
Einziges stärker verkarstetes Gebiet des Karwendels (Karrenfelder, Klüfte, Höhlen); Fundort eines jungen Elchs, der lange nach der letzten Eiszeit (vor ca. 2000 Jahren) hier war. Das Skelett des Elchs ist im Naturpark-Infozentrum in Scharnitz zu bewundern. Dort gibt es auch umfassende Informationen zum Naturpark Karwendel!














