Mehrere Felsenschwalben sitzen dicht beieinander auf einem rauen, felsigen Vorsprung vor einer hellen Wand.

Bildnachweis: Martien Brand (originally posted to Flickr as 24003 Rotszwaluw / Crag Martin, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10015103)

Felsenschwalbe Ptyonoprogne rupestris

Steckbrief

Gefährdung & Schutz: nicht gefährdet
Bestandstrend in Österreich: Arealausweitung (BIRDLIFE ÖSTERREICH 2014)
Bestand T: 1.000-1.500 (Atlas der Brutvögel Tirols 2022)
Bestand Ö: 1.300-2.500
Status im Karwendel: Brut wahrscheinlich
Geschätzter Bestand im SPA Karwendel:
25-40 Brutpaare
Anz. Beob.: 9
Beob. Rev.: bis zu 13

Beschreibung

Die Felsenschwalbe ist der Uferschwalbe recht ähnlich, aber mit einer Körpergröße von 14–15 cm etwas größer. Diese Schwalbe hält sich fast immer in der Nähe von Felswänden und nur selten hoch in der Luft auf. Fliegende Insekten, die sich durch Wind in den begrenzten Luftraum der Felsenschwalbe verirren, werden im Flug gefangen. In Nordtirol besiedelt die Felsenschwalbe zunehmend Gebäude wie Hotels, Privathäuser, Bauernhäuser und Tennen. Bevorzugter Neststandort ist die Firstpfette des Hauses. Somit wird die Felsenschwalbe, wie einst Rauch- und Mehlschwalbe, zunehmend zum Kulturfolger. Viele Felswände in Nordtirol, die von früher als Brutplätze bekannt waren, sind bereits verlassen. Ähnliche Tendenzen kennt man aus der Schweiz und Südtirol.

Blick von einer Klippe, wo eine Felsenschwalbe über einem Fluss, Straßen, grünen Feldern und fernen Bergen mit schneebedeckten Gipfeln unter einem teilweise bewölkten Himmel schwebt.
 Bildnachweis: H. Sonntag

Faktoren für die Verbreitung

Felsenschwalben benötigen thermisch begünstigte, steile und zerklüftete Felswände bevorzugt in der Nähe von Fließgewässern.

Karte der prozentualen Lebensraumeignung der Felsenschwalbe in der Karwendelregion, schattiert von 0-100%, mit grüner Grenzlinie und Skalenbalken in Kilometern.

Verteilung im Karwendel

Es gibt Brutvorkommen zwischen Zirl und Innsbruck vor allem im Bereich Martinswand und oberhalb der Kranebitter Klamm. Weitere Kleinvorkommen (Vomperloch, Achensee) sind außerhalb der Abgrenzung des Vogelschutzgebiets möglich.

Erhaltungsziel

Erhalt des Brutvorkommens von zumindest 25 Brutpaaren. Erhalt und Sicherung der Habitate, insbesondere der Neststandorte.

Managementbedarf

Kontrolle und Lenkung des Klettertourismus. Erhalt von offenen Kleinstgewässern. Ausweitung des SPAs (so dass auch die Brutvorkommen in den Steinbrüchen Meilbrunnen und Martinsbühel in diesem liegen).

Weiter Tierarten im Naturpark Karwendel

  • Verbreitungskarte Baumpieper

    Baumpieper

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Birkenzeisig

    Birkenzeisig

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Erlenzeisig

    Erlenzeisig

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Verbreitungskarte Kolkrabe

    Kolkrabe

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Verbreitungskarte Waldbaumläufer

    Waldbaumläufer

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Verbreitungskarte Weidenmeise

    Weidenmeise

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Wintergoldhähnchen

    Wintergoldhähnchen

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Verbreitungsgebiet Fitis

    Fitis

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Klappergrasmücke

    Klappergrasmücke

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Singdrossel

    Singdrossel

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Steinschmätzer

    Steinschmätzer

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Rotkehlchen

    Rotkehlchen

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.

Teilen:

Naturpark Karwendel