Bildnachweis: Ivan Smorkalov (CC BY-NC) #452226781
Baumpieper Anthus trivialis
Steckbrief
Trotz seines unscheinbaren Erscheinungsbildes fällt der Baumpieper auf, da er von exponierten Singwarten aus oder im Singflug seine für den Menschen hell und heiter wirkenden Rufe erklingen lässt. Der Baumpieper ist mit einer Körperlänge von durchschnittlich 15 Zentimetern etwa so groß wie ein Haussperling. Die Flügellänge beträgt bei männlichen Vögeln im Durchschnitt knapp 90 Millimeter, bei Weibchen sind die Flügel etwa vier bis fünf Millimeter kürzer.
Das Körpergewicht des Baumpiepers liegt während der Fortpflanzungsperiode bei etwa 22 bis 24 Gramm. Zu Beginn des Herbstzuges sind die Vögel regelmäßig schwerer; besonders gut genährte Vögel können dann über 30 Gramm wiegen. Der Baumpieper ist ein Weitstreckenzieher, der in der Vegetationszone der Hochgras-Savannen West- und Ostafrikas überwintert.
- Gefährdung & Schutz: RL T: 3, RL Ö: NT
- Bestandstrend in Österreich: leichte Abnahme (TEUFELBAUER 2022)
- Bestand T: 5.000-10.000
- Bestand Ö: 10.000-12.000 (Atlas der Brutvögel Tirols 2022)
- Status im Karwendel: Brut wahrscheinlich
- Geschätzter Bestand im SPA Karwendel: 850-900 Reviere
- Anzahl Beobachtungen: 126
- Beobachtete Reviere: 103-112
- Dichte max.: 0,8 R/10ha

Faktoren für die Verbreitung
Bevorzugt Waldränder mit angrenzendem extensiven Grünland oder Feuchtflächen mit einzeln stehenden Bäumen oder anderen Kleingehölzen. Auch lockere Baumbestände oder größere Schlagflächen in den Wäldern werden besiedelt. Südostexpositionen bzw. temperaturbegünstigte Bereiche sowie höchstens mäßig diverse Bodenstrukturen werden bevorzugt.

Verteilung im Karwendel
Konstant und teils hohe Dichten im nordöstlichen Karwendel (Riss-, Bächen- und Achental). Zerstreut aber teils auch in mittlerer Dichte im Inntal.
Erhaltungsziel
Erhalt und Entwicklung geeigneter Bruthabitate und des aktuellen Brutbestands.
Managementbedarf
Erhalt und Forderung der Almwirtschaft auf Grenzertragsflachen, Verhinderung von Düngung auf Almen, Erhalt und Forderung von isolierten Kleingehölzen im extensiven Kulturland. Förderung lockerer Baumbestände in wenig produktiven Wäldern.













