Gämse

What drives flushing distance? Understanding human disturbance of alpine chamois in Tyrol, Austria

Zusammenfassung

Im Sommer 2018 wurden einhundert Gämsen (Rupicapra rupicapra rupicapra) im Karwendel und Pitztal beobachtet, um ihr Verhalten bei Störungen zu verstehen. Beide Untersuchungsgebiete sind in den Sommermonaten sehr stark von Wandertouristen frequentiert. Mit Hilfe eines GIS-Modells der Tiroler Forstverwaltung wurden die Herden aufgrund des Erholungsdrucks, welchen sie in den gefundenen Gebieten erfahren, kategorisiert.

Die Fluchtdistanz war ein nützliches Maß, um die Schüchternheit von Tieren zu erforschen. Sie wurde mit durchschnittlich 124 Metern festgestellt. Es war selten, dass Tiere laufende Fluchtreaktionen hervorriefen, da die Sichtlinie während der gesamten Annäherung beibehalten wurde. Lineare Regressionsmodelle ergaben, dass die Haupttreiber der Fluchtdistanz der Erholungsdruck, die Lage sowie die Entfernung eines Wanderers vom Weg waren. Es gab einen negativen Zusammenhang zwischen Erholungsdruck und Fluchtdistanz, und einen positiven Zusammenhang zwischen dem Abstand des Wanderers vom Weg und der Fluchtdistanz. Im Pitztal fliehen Herden bei größeren Entfernungen als im Karwendel. Es wurde festgestellt, dass Gämsen am wenigsten von denjenigen Wanderern gestört werden, die sich vorhersehbar verhalten und auf Wegen bleiben.

Zuletzt werden Managementempfehlungen gegeben, um die Störung von Gämsenherden einzuschränken.

Details

Autor: Leigh Mutton
Titel: What drives flushing distance? Understanding human disturbance of alpine chamois in Tyrol, Austria
Themenschwerpunkt: Fauna, Verhaltensbiologie, Gämsen
Geografischer Schwerpunkt: Tirol
Datum: Juli 2019
Hochschule: Universität Innsbruck
Art der Arbeit: Masterarbeit
Umfang: 41 Seiten [22,77 Mb]

Teilen:

Naturpark Karwendel