Montagearbeiten am Holzbau in der LändScharnitz, 7. Dezember 2018.
Rohbau des Infozentrums fristgerecht abgeschlossen
Im November bei tiefstehender Sonne wird es ganz schön frostig in Scharnitz. Umso dankbarer sind alle Projektpartner, dass der Rohbau trotz oftmals klammer Finger der Bauarbeiter der Firmen Porr und Huter & Söhne zeitgerecht fertig wurde und der Winter damit endgültig Einzug halten kann. „Wir sind wirklich dankbar, dass wir heuer nicht nur das Museum Holzerhütte abschließen konnten, sondern auch mit dem Bau des Infozentrums zeitlich voll im Plan liegen“, erklärt Hermann Sonntag, GF Naturpark Karwendel. Für Isabella Blaha, Bürgermeisterin der Gemeinde Scharnitz, ist die Entwicklung in der Länd nach der Eröffnung der Umfahrung vor wenigen Wochen ein wesentlicher Baustein, um den Ort neu zu beleben: „Das neue Infozentrum ist für uns die Chance um Scharnitz als westliches Tor ins Karwendel zu positionieren und die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Karwendel und der Olympiaregion weiter zu intensivieren“.
DAS NEUE INFOZENTRUM – EIN ECHTES KOOPERATIONSPROJEKT
Die gesamte Planung des Architekten Benedikt Gratl erfolgte in enger Abstimmung mit den drei Projektpartnern – Gemeinde, Naturpark und Tourismusverband. Diese Herangehensweise wird auch beim Innenausbau und beim Betrieb fortgesetzt. Das neue Infozentrum wird eine kompetente Anlaufstelle für alle BesucherInnen des Karwendel und vom Tourismusverband betrieben. „Wir freuen uns darauf, unseren BesucherInnen den Schatz des Naturparks Karwendel mit einem zeitgemäßen und stimmigen Gebäude präsentieren zu können“, bekräftigt Christian Wandl, Vorstand des Tourismusverbandes Olympiaregion Seefeld. Die Olympiaregion Seefeld trägt gemeinsam mit der Gemeinde Scharnitz den Eigenanteil der Projektkosten. „Dass sich Natur und Tourismus nicht ausschließen, sehen wir am Bau des Infozentrums und an der guten Kooperation aller Projektbeteiligten. Bereits der Rohbau zeigt, auf welches Schmuckstück sich alle BesucherInnen in Zukunft freuen können“, erklärt Stephanie Jicha, Zweite Vizepräsidentin des Tiroler Landtags.
FINANZIERUNG MIT VEREINTEN KRÄFTEN
Die Gesamtkosten für den Projektstandort in der Scharnitzer Länd (Museum, Infozentrum und Außenbereich) belaufen sich auf ca. 2,1 Mio. € und liegen damit im geplanten Finanzrahmen. Davon ist 1 Mio. über das INTERREG-Projekt abgedeckt. Weitere Gelder kommen u.a. aus dem Tourismusfonds, aus nationalen Naturschutzgeldern und Bedarfszuweisungen aus dem Gemeindeausgleichsfonds. Für den verbleibenden Eigenanteil von ca. 750.000 € kommen Gemeinde und Olympiaregion zu gleichen Teilen auf. Gemeindelandesrat Johannes Tratter freut sich über die zügige Realisierung des Projekts: „Wertschätzung der Kulturgeschichte, Umweltbildung, touristischer Mehrwert für die Gemeinde Scharnitz: dies alles vereint das Interreg-Projekt ‚Wege des Holzes‘. Neben dem neuen Museum leistet auch das neue Infozentrum in der Länd einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur der Gemeinde. Es bietet den Mitarbeiterinnen im Tourismusbüro und interessierten Gästen zeitgemäße und attraktive Räumlichkeiten.“
WICHTIGE ECKDATEN ZUM INTERREG-PROJEKT
Voller Projekttitel: „Wege des Holzes –Kulturgeschichte und natürliche Vielfalt“
Förderprogramm: INTERREG V-A Österreich-Bayern 2014-2020, Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
Projektlaufzeit: Oktober 2016 bis Oktober 2019
Projektumfang: 1,7 Mio € (1 Mio € auf der österreichischen Seite), davon 75% EU-Fördermittel
Projektpartner Österreich: Naturpark Karwendel (Leadpartner), Gemeinde Scharnitz
Projektpartner Bayern: Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee
PROJEKTINHALTE:
Wiederaufbau von historischen Holzerhütten auf bayerischer und Tiroler Seite und Ausbau zu Museen.
– Didaktische Aufbereitung der Themenblöcke:
o Das Leben der Holzer
o Holznutzung einst und jetzt
o Erhaltung der Biodiversität im Alpenraum unter besonderer Berücksichtigung von Natura 2000
– Führungen/Wechselausstellungen
– Einbeziehung des Außengeländes
Durchführung von 2 Fachtagungen „Didaktische Aufbereitung des Themas Waldökosysteme/Holznutzung“ im (Vor-)Alpenraum
Zielgruppenspezifische Bewerbung einschlägiger Angebote
WEITERE INFORMATIONEN
Mag. Hermann Sonntag
Naturpark Karwendel
06642041015
hermann.sonntag@karwendel.org

