Mountainbiken im Naturpark Karwendel

Sportliches Freilufterlebnis im Naturpark Karwendel

Auf allen Mautstraßen im Naturpark Karwendel (Hinterriß – Eng, Pertisau – Falzthurntal und Gerntal sowie Gnadenwald – Hinterhornalm) ist das Radfahren erlaubt. Zusätzlich sind im Tiroler Teil 23 und auf der bayerischen Seite des Karwendelgebirges eine Radtour offiziell freigegeben. Wir bitten Sie, diese Regelung zu respektieren – im Sinne der Natur, aber auch unter Bedachtnahme auf Grundbesitzer und Wegerhalter!

Mountainbike Touren

Neben den hier aufgeführten Routen gibt es noch Mountainbiketouren an den Grenzen des Naturpark Karwendel. Mehr Informationen dazu sowie zu Routen in ganz Tirol finden Sie hier.

Rechtliche Grundlage

Radfahren ist in ganz Österreich auf Forstwegen aus haftungsrechtlichen Gründen verboten. Rechtliche Grundlage ist das Österreichische Forstgesetz (1975), das das Befahren von Forststraßen mit Fahrrädern an eine Zustimmung des Wegerhalters bindet. Auch für das Befahren von Wanderwegen ist eine Zustimmung des Grundeigentümers erforderlich.

Es gibt jedoch die Möglichkeit, dass Wege-Erhalter ihre Wege freiwillig für das Radfahren öffnen. Diese Möglichkeit wird seit 1997 aktiv vom Land Tirol durch das Tiroler Mountainbikemodell unterstützt.

 

Verantwortungsvoll mit dem Mountainbike unterwegs

Indem du dich an die ausgeschriebenen Routen hältst und die Wege nicht verlässt, leistest du einen Beitrag zum respektvollen Miteinander im Karwendel. Das Fahren abseits der ausgeschriebenen Routen hat Schäden an Wegen und Steigen sowie Störungen der Forst- und Landwirtschaft zur Folge. Auch der Natur zuliebe solltest du auf den MTB Routen bleiben: Abseits der Wege kann wertvolle Flora zerstört werden bzw. reagieren Wildtiere auf Grund des Überraschungseffektes deutlich empfindlicher auf Störung, wenn der Mensch abseits der Wege unterwegs ist bzw. eine zu schnelle Annäherung stattfindet. Auch das Fahren zur Dämmerung sollte vermieden werden, da diese Zeit für viele Wildtiere besonders wichtig für die Nahrungsaufnahme ist.

Der Naturpark Karwendel als Modellregion für naturverträgliches Mountainbiken

Seit 2014 gibt es das von der Landesregierung ins Leben gerufene Programm „BERGWELT TIROL – MITEINANDER ERLEBEN“. Ziel ist es einen Dialog zwischen den verschiedenen Nutzergruppen aufzubauen, das Bewusstsein für die Natur zu stärken und ein rücksichtsvolles Miteinander zu gestalten. Das Gütesiegel „BERGWELT TIROL – MITEINANDER ERLEBEN“ garantiert dem Biker, dass die mit diesem Logo gekennzeichneten Wege ausdrücklich für das Radfahren geöffnet wurden und Biker hier willkommen sind.

Der Naturpark Karwendel ist dabei Modellregion in Bereich der Freizeitnutzung MTB und es werden diesbezüglich verschiedene Maßnahmen durchgeführt:

  • Direkte Gespräche zwischen MTB Fahrer und Naturpark Rangern vor Ort und Aufklärung über ein naturverträgliches Mountainbiken
  • Gespräch zwischen Naturpark Ranger und lokalen Akteuren, damit diese als Multiplikatoren agieren
  • Dokumentation von Problemstrecken und Problempunkten
  • Datenerhebung zur MTB Nutzung im Karwendel mit Hilfe von Frequenzzählern und anhand von Besucherzählungen
  • Mithilfe bei der Neubeschilderung von MTB Routen im Karwendel
  • Zusammenarbeit mit Verlagen, Foren und Plattformen (z.B. www.outdooractive.com), dass offiziell nicht freigegebene Routen nicht kommuniziert bzw. aus den Medien genommen werden
  • Referent bei der Ausbildung der DAV MTB Fachübungsleitern
  • Teilnahme an Workshops, Podiumsdiskussionen und Halten von Vorträgen zu dem Thema des naturverträglichen Mountainbikens
  • Gemeinsamer Auftritt mit der Initiative „Bergwelt Tirol – Miteinander erleben“ bei der Alpinmesse in Innsbruck (2017) und dem MTB Festival in Achenkirch (2017, 2018)
Ranger mit Mountainbikern im Risstal
Mountainbiker und Wanderer in der Eng
Rangerin bei Gesrpäch zum Thema Mountainbiker mit Besucher der Alpinmesse
Verantwortungsvoll mit dem Mountainbike unterwegs
Region Hall-Wattens
Innsbruck
Achensee
Silberregion Karwendel
Seefeld
Naturjuwele