„Wege des Holzes  Kulturgeschichte und natürliche Vielfalt“

Nach einem knappen Jahr der Vorbereitung freuen wir uns sehr, dass unser INTERREG-Projekt vom Begleitausschuss genehmigt wurde!

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Aktuelle Meldungen zum Projekt:

Das Projekt, zusammengefasst.

In den kommenden drei Jahren werden wir uns der Geschichte der Holznutzung im Karwendel sowie in den umgebenden Nördlichen Kalkalpen und den bayerischen Voralpen widmen. Auch die eng damit verbundene Ökologie der Bergwälder und Wildflüsse ist ein zentrales Thema unseres Projekts.

Projektpartner und Hintergrund

Das auf drei Jahre angesetzte Projekt wird durch das grenzüberschreitende Förderprogramm der EU INTERREG Österreich-Bayern 2014-2020 aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung gefördert. Weil 1. die Holznutzung in den Nordalpen mit Trift und Flößerei immer schon eine grenzüberschreitende Wirtschaftsweise war und 2. die natürliche Vielfalt von Tieren und Pflanzen erst recht keine Staatsgrenzen kennt, macht die Zusammenarbeit mit Bayern hier besonders viel Sinn.

Der Naturpark Karwendel ist hauptverantwortlicher „Lead“-Partner in diesem Projekt und stellt zusammen mit der Gemeinde Scharnitz die beiden Tiroler Partner. Die Olympiaregion Seefeld fungiert dankenswerterweise im Hintergrund als Geldgeber und kommt für den Eigenanteil der Tiroler Seite auf. Auf bayerischer Seite arbeiten wir mit dem Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz sowie dem Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee zusammen.
Außerdem konnten wir bereits im Vorfeld zahlreiche Institutionen für eine weitere Kooperation gewinnen.

Worum geht es genau?

  1. Zunächst wird jeweils in Scharnitz sowie auf der Fläche des Wasmeier Museums eine ehemalige Holzerhütte, in der die Holzarbeiter im Gebiet untergekommen sind, aufgebaut und als Museum ausgebaut. Die Ausstellung wird sich dem Leben der Holzer ebensosehr widmen wie der allgemeinen Geschichte der Holznutzung und ihrem ökologischen Kontext im Bergwald.
  2. Um die nötige Infrastruktur in Scharnitz im Gebiet der „Länd“ aufzubauen wird hierfür zusätzlich ein modernes Naturpark-Infozentrum entstehen.
  3. Das Wissen um die lokalen Besonderheiten der Geschichte gilt es aufzugreifen und eine Grundlage für die Ausstellungen zu erarbeiten. Hierfür wird eine offene Wissensdatenbank geschaffen, die als KarwendelWIKI Hinweise und Wissenswertes versammelt. Wir freuen uns über jeden Hinweis auf diverse Quellen zum Thema!
  4. Im Anschluss an die in Scharnitz und am Schliersee aufgebauten Museen zu Holznutzung und natürlicher Vielfalt sollen dann bestehende Institutionen vernetzt werden und das Thema grenzüberschreitend vertieft werden.
Überblick Alpen_Voralpenland

Wege des Holzes – grenzüberschreitend

Die Holznutzung in den Nordalpen war als Praxis meist grenzüberschreitend, die natürliche Artenvielfalt ist es ohnehin. In unserem Projekt wollen wir Besuchern diese Zusammenhänge verdeutlichen und gemeinsam mit anderen Institutionen ein thematisches Netzwerk für naturnahen Tourismus aufbauen.

Bis ins 20. Jahrhundert war die Holznutzung der wichtigste Wirtschaftszweig der Nordalpen, doch heutige Besucher ahnen davon kaum etwas. Die Spuren dieser Geschichte sind oft nur noch für Eingeweihte lesbar. Die beiden grenznahen Standorte in Scharnitz und am Wasmeier Freilichtmuseum sollen mit Museen in ehemaligen Hütten der Holzer diese Kulturgeschichte aufbereiten. Darüber hinaus ist unser Ziel – den Wegen des Holzes folgend – mit bestehenden Institutionen flussabwärts das Thema gemeinsam fortzuspinnen. Sei es der Weg des Holzes als Floß auf der Isar oder als Stützpfeiler („Stempel“) im Salzbergbau der Saline Hall.

Auch der Naturraum hält Besonderheiten diesseits wie jenseits der Staatsgrenze parat. Dies gilt nicht nur für das Grenz-Gebirge und Gebiet Karwendel, sondern setzt sich ebenso im nordöstlich angrenzenden Mangfallgebirge fort, das ebenso als Natura 2000-Gebiet geschützt ist. Neben artenreichen naturnahen Bergwäldern in Bayern wie in Tirol sind es besonders die Flüsse, die einen geradezu sinnbildlich verbindenden Charakter haben. Mit der oberen Isar und dem Rißbach hat das Tiroler Karwendel gleich zwei europaweit bedeutsame Wildfluss-Lebensräume, die sich auf bayerischer Seite – in Abschnitten – fortsetzen.

Innen Holzerhütte

Die Ausstellung in den Holzer-Hütten

Die beiden historischen Holzer-Hütten werden sich thematisch mit den selben Themenblöcken befassen – aber je in ihrer Weise auf die lokalen Besonderheiten Bezug nehmen. Durch die Einbeziehung der Bewohner vor Ort ist es unser Ziel, die Ausstellung wirklich in ihrer Umgebung zu verwurzeln. Für die Aufbereitung der Inhalte arbeiten wir mit professionellen Ausstellungsplanern zusammen.

Als Themenblöcke sind geplant:

 

  • Das Leben der Holzer
  • Holznutzung einst und jetzt
  • Lebensraum Bergwald
  • Filmvorführungen/Wechselausstellungen
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Fakten zum Projekt „Wege des Holzes“

  • Voller Projekttitel: „Wege des Holzes – Kulturgeschichte und natürliche Vielfalt“
  • Förderprogramm: INTERREG V-A Österreich-Bayern 2014-2020, Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE)
  • Projektlaufzeit: Oktober 2016 bis Oktober 2019
  • Projektumfang: 1,7 Mio €, davon 75% Förderung
  • Projektpartner Tirol: Naturpark Karwendel (Leadpartner), Gemeinde Scharnitz
  • Projektpartner Bayern: Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee
  • Geplante Projektinhalte:
    • Abtragen und Wiederaufbau von historischen Holzerhütten auf bayerischer und Tiroler Seite.
    • Einbeziehung des Außengeländes.
    • Durchführung von 2 Fachtagungen „Didaktische Aufbereitung des Themas Waldökosysteme/Holznutzung“ im (Vor-)Alpenraum
    • Zielgruppenspezifische Bewerbung einschlägiger Angebote

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Kontakt

Franz Straubinger, M.A.
Projektleiter Wissen & Forschung
H: +49 1578 6065498
E: Franz.Straubinger@karwendel.org

Mithilfe erwünscht!

Sie haben ein paar alte Postkarten von Scharnitz im Keller, kannten noch persönlich die Holzarbeiter in der Region, beschäftigen sich wissenschaftlich mit Forst- und Flößereigeschichte oder der Ökologie von Bergwald und Wildfluss oder kennen jemanden, der uns hier weiterhelfen kann und will? Freilich berücksichtigen wir Urheberrechte und veröffentlichen erhaltenes Material nur mit ausdrücklicher Erlaubnis. Wir freuen uns über jeden Hinweis!

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