Bildnachweis: Jürgen (lizenzfrei)
Trauerschnäpper Ficedula hypoleuca
Steckbrief
Gefährdung & Schutz: nicht gefährdet
Bestandstrend in Österreich: stabil (BIRDLIFE ÖSTERREICH 2014)
Bestand T: (250-450 (Atlas der Brutvögel Tirols 2022)
Bestand Ö: 400-600
Status im Karwendel: Brut nachgewiesen
Geschätzter Bestand im SPA Karwendel: 140-240 Reviere
Anz. Beob.: 66
Beob. Rev.: 42-47
Dichte max.: 1,8 R / 10 ha
Beschreibung
Der Trauerschnäpper wird maximal 13 Zentimeter lang, kann bis 15 Gramm wiegen und erreicht ein Alter von 9 Jahren. In Nord- und Mitteleuropa ist der Langstreckenzieher von April bis September in Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten weit verbreitet. Er ist am häufigsten dort anzutreffen, wo es genügend Baumhöhlen und Nistkästen zum Brüten gibt. Sein Winterquartier hat er im tropischen Afrika. Aufgrund des Klimawandels setzt die Rückkehr nach Europa bei dem Trauerschnäpper im Frühling tendenziell immer früher ein; dadurch kommt es zu Konflikten mit ganzjährig dort lebenden Vögeln wie der Kohlmeise, was die Trauerschnäpper wegen der Nahrungsmittel- und Nistplatzkonkurrenz zunehmend in Bedrängnis bringt.

Faktoren für die Verbreitung
Der Trauerschnäpper ist in hohem Ausmaß an einschichtige lockere Laub- und Laubmischbestände gebunden, die durch parkartige Landschaftsausschnitte und alte, aufgelockerte Bestände repräsentiert werden.

Verteilung im Karwendel
Schwerpunktmäßig kommt diese Art im nordöstlichen Teil des Karwendels (Teilräume Riss-, Bächen- und Achental) mit Vorkommenszentrum am Großen Ahornboden vor. In anderen Teilräumen gibt es nur verstreute Einzelvorkommen.
Erhaltungsziel
Ein Bestand von über ca. 140 Brutpaaren ist zu erhalten, sowie die geeigneten Bruthabitate.
Managementbedarf
Erhalt und Förderung von alten, aufgelockerten Ahorn- und anderen Laubmischwaldbeständen. Erhalt und Pflege der Nistkästen am Ahornboden













