Eine Alpendohle fliegt mit weit ausgebreiteten Flügeln über einen grasbewachsenen Berghang, eingerahmt von felsigen Gipfeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Bildnachweis: R. Hofer

Alpendohle Pyrrhocorax graculus

Steckbrief

Gefährdung & Schutz: nicht gefährdet
Bestandstrend in Österreich: stabil (BIRDLIFE ÖSTERREICH 2014)
Bestand T: 1.000-5.000
Bestand Ö: 7.000-14.000
Status im Karwendel: Brut wahrscheinlich
Geschätzter Bestand im SPA Karwendel:
(500) 1.100-1.200 (1.700) Reviere, möglicherweise deutlich geringer
Anz. Beob.: 109
Beob. Rev.: 148-162
Dichte max.: 2,2 R / 10 ha

Beschreibung

Die Alpendohle ist aus der Familie der Rabenvögel (Corvidae). Der 34 bis 38 cm große Vogel ist ein mittelgroßer Vertreter seiner Familie. Im Feld ist die Art durch ihren akrobatischen Segelflug und ihre pfeifenden Rufe zu erkennen. Ihr lückenhaftes Verbreitungsgebiet umfasst die Hochgebirge der südlichen Paläarktis, wo sie montane Höhenlagen mit freiliegenden Felsen bewohnt. Die Nahrung der Tiere besteht zum Großteil aus Beeren und Wirbellosen, bei Gelegenheit fressen sie aber auch kleine Wirbeltiere, Vogeleier oder menschliche Abfälle. Alpendohlen leben sehr gesellig, sie bewegen sich in Schwärmen und brüten gelegentlich in Kolonien.

Berglandschaft mit steilen felsigen Hängen, grünem bewaldetem Tal, kurvenreicher Straße und teilweise bewölktem Himmel. Eine Alpendohle erhebt sich über die Szene, während sich im Hintergrund schneebedeckte Gipfel majestätisch erheben.

Faktoren für die Verbreitung

Stark strukturiertes, steilwandiges und vegetationsloses Fels- und Felsschluchtgelände in der Nähe von möglichst produktiven Nahrungshabitaten auf alpinen Rasen und am Rande von Schneefeldern, aber auch in Fels- und Schutthabitaten.

Karte des Karwendels mit Atlaserhebungen aus den Jahren 2010-2012, mit Gitterzellen und Symbolen, die mögliche, wahrscheinliche und bestätigte Brutplätze von Vogelarten wie Alpendohle und Alpensegler markieren.

Verteilung im Karwendel

Verbreitungsschwerpunkt im Kettenkarwendel, nördlich der Linie Risstal – Plumssattel – Gerntal nur wenige Nachweise (z.B. Juifen-Hochplatte).

Erhaltungsziel

Der aktuelle Bestand ist zu erhalten.

Managementbedarf

Kontrolle und Lenkung des Klettertourismus.

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Naturpark Karwendel