Bildnachweis: Derek Ryder
Dreizehenspecht Picoides tridactylus
Steckbrief
Gefährdung & Schutz: RL T: 6, SPEC 3, Anhang 1 VS-RL
Bestandstrend in Österreich: stabil (BIRDLIFE ÖSTERREICH 2014)
Bestand T: 800-1.200 (Atlas der Brutvögel Tirols 2022)
Bestand Ö: 6.000-9.000
Status im Karwendel: Brut nachgewiesen
Geschätzter Bestand im SPA Karwendel: (170) 275-350 (400) Reviere
Anz. Beob.: 124
Beob. Rev.: 68-70
Dichte max.: 2,1 R/km²
Beschreibung
Der Dreizehenspecht ist etwas kleiner als ein Buntspecht und auf Grund des Fehlens jeglichen Rots in der Gefiederfärbung gut bestimmbar. Er bewohnt alte, totholzreiche Nadelwälder, in denen er sich hauptsächlich von holzbewohnenden Käferlarven ernährt. In Mittel- und Südosteuropa ist sein Vorkommen auf montane bzw. subalpine Lagen beschränkt. Der Dreizehenspecht ernährt sich vor allem von Insekten, die er durch Hacken oder Stochern aus der Rinde meist toter oder zumindest in ihrer Lebenskraft stark beeinträchtigter Bäume erbeutet. Larven, Puppen und unreife Imagines von Borkenkäfer, Rüsselkäfer, Prachtkäfer, Bockkäfer sowie Holzwespen und Weidenbohrer spielen im Nahrungsspektrum der Art die größte Rolle.

Faktoren für die Verbreitung
Ideal für den Dreizehenspecht sind Fichten- und Fichtenmischwälder mit überdurchschnittlichen Mengen an stehendem Totholz (BHD > 20 cm). Ein mittlerer Bestockungsgrad (40 -70 %) und Waldweiden beeinflussen das Vorkommen positiv, Neigungen über 30° und Fließgewässer werden tendenziell gemieden.

Verteilung im Karwendel
Der Dreizehenspecht kommt im gesamten Gebiet vor, an der Nordkette um Innsbruck ist er jedoch selten.
Erhaltungsziel
Erhalt und Entwicklung geeigneter Bruthabitate. Ein Bestand von >275 Brutpaaren ist zu erhalten.
Managementbedarf
Erhalt und Förderung von lichten, totholzreichen Fichten- und Fichtenmischwäldern.













