Innovative und nachhaltige Fischerei am Rissbach

Der Rissbach liegt in einem wunderbaren Naturpark. Die Natur soll so bleiben wie sie ist, unberührt und vollkommen. Warum also Fischbesatz?

Fliegenfischen mit Herz _Robert Klinger

Foto: R. Klinger

Bachforelle

Foto: M. Schoissengeier

Nachhaltige Fischerei

Der Rissbach liegt in einem wunderbaren Naturpark. Die Natur soll so bleiben wie sie ist, unberührt und vollkommen. Warum also Fischbesatz?

Durch Martin Schoissengeier, den neuen Fischereipächter am Rißbach, hat sich viel Positives getan. In Zusammenarbeit mit Andreas Haas von den Österreichischen Bundesforsten wird an einem möglichst natürlichen Fischbestand abseits von Besatz gearbeitet. Trotz fischereilicher Nutzung und Entnahme ist es das klar definierte Ziel, einen selbstreproduzierenden Stamm von Bachforellen und Saiblingen zu erhalten und die regionale Genetik der Fische zu schützen.

Eine genaue Erfassung der Fänge durch hejfish hilft dabei, den Aufbau der Population den Ergebnissen einer Analysebefischung durch die ÖBF gegenüberzustellen. Das Ergebnis: Trotz des schwierigen Lebensraumes erhalten wir einen Naturfischbestand mit perfektem Populationsaufbau.

Erfahren Sie mehr und angeln Sie dabei, Martin Schoissengeier bietet Kurse und Guidings für Fliegenfischer an.

Mehr dazu unter Fliegenfischen mit Herz, www.hejfish.com oder auf www.bundesforste.at

 

Der Rissbach lebt. Viel Geschiebe und wildes Wasser verlangen den Bachforellen einiges ab. Sie haben wenig Zeit sich für den Winter vorzubereiten und Eier für den Fortbestand der Art zu produzieren. Die Forellen und Bachsaiblinge reproduzieren selbst in den perfekten Strukturen des Rissbaches. Verschiedene Forellenstämme finden wir in den Seitentälern und kleinen Quellbächen. Der Rissbach ist auf Grund der ökonomischen Lebensweise der Bewohner nicht einfach zu befischen, da die Tiere keine Umwege für ihr Fressen machen. Es gibt keine Besatzfische und somit nur die gut ausgeprägten Instinkte der Naturforellen, die sich seit ewig den rauhen Bedingungen angepasst haben. Natürlich kommt neben der Bachforelle die Koppe und eine große Anzahl kleiner Organismen und Bachbewohner vor, die die Nahrunggrundlage für die heimischen Fischstämme bilden.

Wildfluss Rissbach
Wildfluss Rissbach

Rissbach

Einer der letzten unverbauten Wildflüsse Tirols.

Der Rissbach schlängelt sich über 30km durch die Landschaft des Karwendels und verbindet gewissermaßen Tirol mit Bayern. Sein Ursprung liegt unter anderem im Enger Grund, auf etwa 1200m, wo mehrere Quellbäche zusammenfließen. Erst ab den Hagelhütten wird er Rißbach genannt. Nördlich von Hinterriß überschreitet er die Landesgrenze und mündet bei Vorderriß in die Isar. Ganz unbeeinflusst durch die menschliche Hand ist er nicht: Kurz vor der Mündung wird Wasser zum Kraftwerk Niedernach abgeleitet. Im Gesamten verfügt er aber über alle Eigenschaften eines Wildflusses. Ein Fluss von unglaublicher Schönheit und Dynamik.

Bei seiner Mündung in die Isar hat das Flussbett des Rissbachs eine Breite von über 300m. Aber auch im Naturpark Karwendel, auf Tiroler Seite, ist es stellenweise sehr breit und der Rissbach schlängelt sich in einem verästelten System aus Flussarmen und Schotterinseln durch sein Flussbett. Am Rande befinden sich oft Altarme, die keinen Anschluss mehr zum Hauptflussbett aufweisen oder weitere kleine Stillgewässer.

Elektrobefischung Rissbach

Foto: H. Sonntag

Koppe Rissbach Elektrobefischung

Foto: H. Sonntag

Alles für die Fisch – neue Zeiten am Rissbach

Die Elektrobefischung dient der flächendeckenden Erhebung des Fischbestandes zur Feststellung der Artenzusammensetzung und des Altersaufbaues der vorhandenen Fischarten sowie zur Dokumentation der Fischbiomassen im Längsverlauf. Diese Daten, in Kombination mit modernsten Methoden (eDNA-Analyse), sind die Grundlage für die zukünftige Bewirtschaftung im Fischereirevier und sollen dafür sorgen, dass wir nicht nur lebendige Schotterbänke, sondern auch natürliche Fischbestände bekommen.

 

Ergebnisse folgen!

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