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Fischerei am Rissbach

Der Rissbach liegt in einem wunderbaren Naturpark. Die Natur soll so bleiben wie sie ist, unberührt und vollkommen. Warum also Fischbesatz?

Nachhaltige Fischerei

Fischerei ohne Besatz

Durch Martin Schoissengeier, den ehemaligen Fischereipächter am Rissbach, hat sich in Bezug auf Nachhaltige Fischerei am Rissbach viel Positives getan. In Zusammenarbeit mit Andreas Haas von den Österreichischen Bundesforsten wurde an einem möglichst natürlichen Fischbestand abseits von Besatz gearbeitet. Trotz fischereilicher Nutzung und Entnahme war es das klar definierte Ziel, einen selbstreproduzierenden Stamm von Bachforellen und Saiblingen zu erhalten und die regionale Genetik der Fische zu schützen.

Seit Frühjahr 2026 hat der Leiter und Gründer, Jean-Pierre Vollrath, des Aus- und Fortbildungszentrum für Fliegenfischen im Ammergau die Fischereipacht am Rissbach übernommen. Er hat sich auf 10 Jahre verpflichtet dieses nachhaltige Programm weiter zu führen und sich für die autochthonen Fischbestände im Rissbach einzusetzen. Für Guidings und nähere Infos zu seiner Akademie melden Sie sich bei: https://www.fliegenfischerschule-oberbayern.de/

Person, die neben einem felsigen Flussufer in einem Waldgebiet mit Bergen im Hintergrund hockt und die nachhaltige Fischerei am Rissbach beobachtet, während der Fluss unter einem teilweise bewölkten Himmel schnell fließt.
Foto: R. Klinger

Eine genaue Erfassung der Fänge durch hejfish half dabei, den Aufbau der Population den Ergebnissen einer Analysebefischung durch die ÖBF gegenüberzustellen. Das Ergebnis: Trotz des schwierigen Lebensraumes erhalten wir einen Naturfischbestand mit perfektem Populationsaufbau.

Erfahren Sie mehr: Informationen finden Sie auf der Homepage www.bundesforste.at

Eine Person hält einen gefleckten Fisch mit silbernen Schuppen und orangefarbener Zeichnung in der Nähe von felsigem, flachem Wasser und demonstriert damit nachhaltige Fischerei am Rissbach.
autochtone Bachforelle Foto: M. Schoissengeier

Bachforellen im Rissbach

Der Rissbach lebt. Viel Geschiebe und wildes Wasser verlangen den Bachforellen einiges ab. Sie haben wenig Zeit sich für den Winter vorzubereiten und Eier für den Fortbestand der Art zu produzieren. Die Forellen und Bachsaiblinge reproduzieren selbst in den perfekten Strukturen des Rissbaches. Verschiedene Forellenstämme finden wir in den Seitentälern und kleinen Quellbächen. Der Rissbach ist auf Grund der ökonomischen Lebensweise der Bewohner nicht einfach zu befischen, da die Tiere keine Umwege für ihr Fressen machen. Es gibt keine Besatzfische und somit nur die gut ausgeprägten Instinkte der Naturforellen, die sich seit ewig den rauen Bedingungen angepasst haben. Natürlich kommt neben der Bachforelle die Koppe und eine große Anzahl kleiner Organismen und Bachbewohner vor, die die Nahrungsgrundlage für die heimischen Fischstämme bilden.

Rissbach

Einer der letzten unverbauten Wildflüsse Tirols

Der Rissbach schlängelt sich über 30km durch die Landschaft des Karwendels und verbindet gewissermaßen Tirol mit Bayern. Sein Ursprung liegt unter anderem im Enger Grund, auf etwa 1200m, wo mehrere Quellbäche zusammenfließen. Erst ab den Hagelhütten wird er Rißbach genannt. Nördlich von Hinterriß überschreitet er die Landesgrenze und mündet bei Vorderriß in die Isar. Ganz unbeeinflusst durch die menschliche Hand ist er nicht: Kurz vor der Mündung wird Wasser zum Kraftwerk Niedernach abgeleitet. Im Gesamten verfügt er aber über alle Eigenschaften eines Wildflusses. Ein Fluss von unglaublicher Schönheit und Dynamik.

Nahaufnahme einer grünen Pflanze mit kleinen Büscheln weißer und rosa Blüten vor einem unscharfen Außenhintergrund in der Nähe des Standorts „Elektro-Befischung an der Oberen Isar“, mit Felsen und Wasser im Bild.
Typische Bewohner von alpinen Wildflüssen wie die deutsche Tamariske (Myricaria germanica) gibt es hier zu finden Foto: S.Pilloni

Bei seiner Mündung in die Isar hat das Flussbett des Rissbachs eine Breite von über 300m. Aber auch im Naturpark Karwendel, auf Tiroler Seite, ist es stellenweise sehr breit und der Rissbach schlängelt sich in einem verästelten System aus Flussarmen und Schotterinseln durch sein Flussbett. Am Rande befinden sich oft Altarme, die keinen Anschluss mehr zum Hauptflussbett aufweisen oder weitere kleine Stillgewässer.

Ein flacher, felsiger Fluss fließt durch ein weites Tal, das von bewaldeten Bergen gesäumt ist, unter einem strahlend blauen Himmel, wo die nachhaltige Fischerei am Rissbach zum Erhalt des Ökosystems beiträgt. In der Ferne ragen schneebedeckte Gipfel empor.
Dynamik am Rissbach Foto: S.Pilloni

Elektrobefischung Rissbach 2017/2022

Alles für die Fisch – neue Zeiten am Rissbach

Die Elektrobefischung dient der flächendeckenden Erhebung des Fischbestandes zur Feststellung der Artenzusammensetzung und des Altersaufbaues der vorhandenen Fischarten sowie zur Dokumentation der Fischbiomassen im Längsverlauf. Diese Daten, in Kombination mit modernsten Methoden (eDNA-Analyse), sind die Grundlage für die zukünftige Bewirtschaftung im Fischereirevier und sollen dafür sorgen, dass wir nicht nur lebendige Schotterbänke, sondern auch natürliche Fischbestände bekommen. Diese Untersuchungen werden alle 5 Jahre durchgeführt, um auch zu beobachten wie sich der autochtone Fischbestand im Rissbach verändert. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Zuwachs aller natürlich vorkommenden Fischarten und deuten nicht darauf hin, dass ein Besatz nötig sei.

Für genauere Ergebnisse wenden sie sich bitte an: sebastian.pilloni@karwendel.org Fotos: S. Pilloni

Vier Personen in Wathosen führen eine Elektro-Befischung an der Oberen Isar durch, um den Fischbestand in einem flachen, felsigen Fluss, der von Bäumen und Bergen umgeben ist, zu untersuchen.
Elektrobefischung Foto: H. Sonntag
Auf einem Messtablett mit Lineal liegt ein braun gefleckter Fisch mit geöffnetem Maul und hält einen kleineren Fisch - ein Einblick in die nachhaltige Fischerei am Rissbach.
Koppe (Tolm) Foto: H. Sonntag

Elektrobefischung Obere Isar

Im Sommer 2024 fanden auch an der Oberen Isar Untersuchungen statt. Es wurde untersucht, ob es auch hier autochtone Bachforellen Vorkommen gibt. Die E-Befischung und genetische Untersuchungen wurden vom SNSB – Zoologische Staatssammlung München unter der Führung von Dr. Ulrich Schliewen durchgeführt. Wir warten schon gespannt auf die Ergebnisse!

Für genauere Ergebnisse wenden sie sich bitte an: sebastian.pilloni@karwendel.org

Ein Fisch schwimmt knapp unter der Oberfläche des klaren, flachen Wassers über einem Bett aus hellen Steinen - ein Beispiel für nachhaltige Fischerei am Rissbach.
Bachforelle Foto: S.Pilloni
Eine Person in Outdoor-Ausrüstung und mit Hut fischt mit der Fliege in einem flachen, klaren Bach, der von grüner Vegetation und Felsen umgeben ist, und umarmt die nachhaltige Fischerei am Rissbach.
Elektrobefischung Foto: S.Pilloni
Zwei Personen stehen in einem flachen, klaren Bach in der Nähe von felsigen Ufern und sammeln mit Netzen und Eimern - möglicherweise im Rahmen einer Elektro-Befischung an der Oberen Isar oder einer nachhaltigen Fischerei am Rissbach - Proben im Sonnenlicht.
Elektrobefischung Foto: S.Pilloni
Logo mit dem Schriftzug "FLIEGENFISCHER-SCHULE OBERBAYERN" über der Zeichnung einer Person beim Fliegenfischen vor einer Bergkulisse, die das Engagement für Natur- und Artenschutzprojekte symbolisiert.
Logo der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko (UNAM) mit grünem, kreisförmigem Emblem und dem Namen der Universität in spanischer Sprache, das im Detail den Logos von Initiativen wie Elektro-Befischung an der Oberen Isar ähnelt, die sich für den Naturschutz einsetzen.

Weiter Tierarten im Naturpark Karwendel

  • Ein gefleckter Fisch ruht auf einem felsigen, kieseligen Flussbett neben Treibholz in klarem, flachem Wasser und gedeiht in den unberührten Lebensräumen, die durch Natura 2000 geschützt sind.

    Die Koppe

    Ein schöner Dickkopf
  • Ein majestätischer Bartgeier mit ausgebreiteten Flügeln gleitet im Flug vor einem verschneiten Berghintergrund.

    Der Bartgeier

    Der Knochenspezialist unter den Greifvögeln
  • Verbreitungskarte Baumpieper

    Baumpieper

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Birkenzeisig

    Birkenzeisig

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Verbreitungsgebiet Erlenzeisig

    Erlenzeisig

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Verbreitungskarte Kolkrabe

    Kolkrabe

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Verbreitungskarte Waldbaumläufer

    Waldbaumläufer

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Verbreitungskarte Weidenmeise

    Weidenmeise

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Wintergoldhähnchen

    Wintergoldhähnchen

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Verbreitungsgebiet Fitis

    Fitis

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Klappergrasmücke

    Klappergrasmücke

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.
  • Singdrossel

    Singdrossel

    Weitere Informationen zu dieser Zielart findest du im Steckbrief.

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Naturpark Karwendel