Kaiser Max-Grottensteig
Ein historischer Wanderweg mit herrlicher Aussicht
Am Themenweg Kaiser Max-Grottensteig in Zirl kann man im wahrsten Sinne auf Kaiser Maximilians Spuren zur pittoresken Grotte in der Martinswand wandern.
Ein (historischer) Wanderweg, der viel zu bieten hat…
Im Zuge umfangreicher Sanierungsarbeiten, die 2015 abgeschlossen werden konnten, wurde der Wanderweg verbreitert und durchgängig gesichert. Vom Ausgangspunkt – dem Parkplatz bei der Rettungswache in Zirl – erreicht man die Grotte schon nach etwa 50 bis 60 Gehminuten. Anlässlich des Maximilianjahres 2019 wurde der Weg im Frühling erneut umgestaltet. Anhand von zwölf Schautafeln erhalten interessierte Wandersleute Informationen zum „Schauplatz“ Martinswand, zum Monarchen selbst, seiner Jagdleidenschaft und vielem mehr. Bei diesem Ausflug kann man so im wahrsten Sinne auf Maximilians Spuren wandern.
Auch ornithologisch Interessierte kommen hier auf ihre Kosten: In der Martinswand nisten Felsenschwalben und Mauersegler.
Kletterfreunde kommen ebenfalls nicht zu kurz – an der Kaiser Max-Grotte befindet sich einer der Ausstiege aus dem Kaiser-Max-Klettersteig, einem der anspruchsvollsten Sportklettersteige in den Ostalpen.
Auf den Spuren Maximilians
Ihre Monumentalität zieht die Blicke von Einheimischen wie auch Gästen magisch an. Nahezu senkrecht erhebt sie sich – rund 600 Meter misst sie in ihrer Höhe: die Martinswand. Dabei sticht eine Grotte besonders heraus. Sie war – so man der Sage Glauben schenkt – vor über 500 Jahren der Schauplatz eines Wunders.
Kaiser Maximilian I. war nicht nur ein erfolgreicher Staatsmann, er galt auch als passionierter Jäger. Tirol bot für seine wohl liebste Freizeitbeschäftigung ideale Bedingungen und so verbrachte er viel Zeit im alpinen Gelände, um insbesondere der Gamsjagd nachzugehen. Dass ihn dies noch in arge Bedrängnis bringen sollte, erahnte der Kaiser vermutlich nicht, als er sich nach Zirl aufmachte, um in der Martinswand sein Weidmannsglück zu suchen. Angespornt von dem vermeintlich bevorstehenden Jagderfolg kletterte er einer Gämse nach, immer weiter in die Wand hinein – bis er plötzlich weder vor noch zurück konnte. Durch Hilferufe machte Maximilian auf sich aufmerksam. Eine kleine Prozession – geführt vom Zirler Pfarrer – betete daraufhin im Tal für die Rettung des Kaisers aus seiner misslichen Lage. Doch plötzlich kam die ersehnte Hilfe. Ein Bauernjunge näherte sich Maximilian über einen Steig, der zuvor nicht sichtbar gewesen war. Beiden gelang der Abstieg, der Herrscher war in Sicherheit. Als er sich bei seinem Retter bedanken wollte, fehlte von ihm jede Spur. Hatte es sich etwa doch um einen Engel gehandelt?
Ob himmlische Lichtgestalt oder Bursch aus Fleisch und Blut: Dass sich Maximilian in Bergnot befunden hatte und aus dieser gerettet wurde, gilt als gesichert. Aus Dankbarkeit ließ er schon wenig später ein Kreuz in der Höhle errichten. Spätestens seit Beginn des 19. Jahrhunderts existiert auch schon ein gesicherter Weg zur „Maximilian-Grotte“, von der aus man einen beeindruckenden Ausblick weit ins Inntal genießen kann.
Details zum Kaiser Max-Grottensteig
Start: Zirl, Parkplatz Rettungswache
Ziel: Maximiliansgrotte
Weglänge: 1,6 km
Gehzeit: 50-60 Minuten
Höhenmeter: 220 hm

















