Eine Gruppe von Wanderern sitzt auf einem grasbewachsenen Hang im Karwendel und lauscht einem Mann, der dort steht und spricht; felsige Berge und ein blauer Himmel mit Wolken bilden die atemberaubende Kulisse.

Foto: Marina Hausberger

Klimawandel im Gebirge: Fortbildung machte Veränderungen auf der Alm sichtbar

01.07.2026 | Pertisau

Vergangene Woche fand in der Achenseeregion die dreitägige Fortbildung „Almwirtschaft und Klimawandel“ statt. Insgesamt acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer – überwiegend selbständige Bergwander- und Naturführer aus Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich und Bayern – setzten sich intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die alpine Kulturlandschaft auseinander und packten auch bei der Almpflege mit an.

Die Fortbildung – gemeinsam von sonntagplus.com und dem Naturpark Karwendel organisiert – verband wissenschaftliche Grundlagen mit praxisnahen Exkursionen und machte den Klimawandel dort erlebbar, wo seine Folgen bereits deutlich sichtbar sind. Im Mittelpunkt standen Themen wie Biodiversität, Almwirtschaft, Geologie, Vegetationsveränderungen sowie die Bedeutung einer nachhaltigen Almwirtschaft für den Erhalt wertvoller Lebensräume im Alpenraum.

Bei gemeinsamen Wanderungen, Vegetationsaufnahmen und dem „Lesen der Landschaft“ erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen fundierten Einblick in die ökologischen Zusammenhänge alpiner Lebensräume. Anhand konkreter Beispiele lernten die Teilnehmenden, wie sich steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und die Verschiebung von Pflanzenarten bereits heute auf die Almwirtschaft und die alpine Natur auswirken. Der Austausch mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Almwirtschaft, Geologie und Naturschutz lieferte zahlreiche Anregungen für die eigene Arbeit als Naturvermittler.

Geleitet wurde die Fortbildung von der Geografin und Klimapädagogin Marina Hausberger (Naturpark Karwendel) sowie dem Biologen und Naturvermittler Hermann Sonntag (sonntagplus). Die bewusst kleine Gruppengröße ermöglichte intensive Diskussionen, praktische Übungen und einen engen Austausch zwischen Referierenden und Teilnehmenden.

„Ich konnte sehr viele Informationen mitnehmen, die ich künftig gerne in meine Führungen einbauen werde“, sagte Silvana Beer, Bergwanderführerin aus der Region Wilder Kaiser.

Aufgrund der positiven Resonanz sind bereits weitere Fortbildungsangebote zu den Themen Klimawandel, Biodiversität und Naturvermittlung geplant. Unterstützt wurde die Entwicklung des neuen Fortbildungsformats von ADLER-Lacke aus Schwaz im Zuge der 2026 neu gestarteten Kooperation mit dem Naturpark Karwendel.

Eine Gruppe von Wanderern mit Rucksäcken und Wanderausrüstung steht und sitzt auf einem felsigen Berggrat im Karwendel und blickt unter strahlend blauem Himmel auf die fernen Gipfel.
Geologie hautnah – Wissensvermittlung im Freiluftseminarraum © Hermann Sonntag
Eine Gruppe von Menschen hat sich im Freien auf einem grasbewachsenen Hang in der Karwendel-Region versammelt; einige stehen, andere sitzen und scheinen gemeinsam zuzuhören oder sich über etwas zu unterhalten. Rucksäcke und Outdoor-Ausrüstung sind zu sehen.
Eintauchen ins Thema „Klimawandel und Almwirtschaft“ © Hermann Sonntag
Drei Frauen sitzen an einem Holztisch mit Papier und Stiften, unterhalten sich und lächeln. Bunte Vorhänge und ein ausgestopfter Vogel verleihen der gemütlichen Karwendel-Kulisse im Hintergrund zusätzlichen Charme.
Beim Almmodul wird diskutiert, geforscht und auch gelacht – denn gemeinsam lernt sich’s doppelt gut © Hermann Sonntag

Rückfragehinweis:

Hermann Sonntag, sonntagplus

Mobil: +43 664 2041015

E-Mail: hermann@sonntagplus.com

Logos des österreichischen Landwirtschaftsministeriums, des Lebens Land Tirol, des Landes Tirol und der Europäischen Union mit einem Text, der auf die Unterstützung der Initiative Ranger-Ausbildung durch Bund, Land und EU hinweist.

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Naturpark Karwendel