Tonholz… der Weg einer Geige beginnt im Wald mit der Auswahl des richtigen Baumes…
31.07.2026 | Veranstaltungen
Wie klingt Geigenholz eigentlich im Wald?
Dieser Frage ging Andreas Pahler von der Firma Alpentonholz, Dipl. Forstwirt und Geigenbauer aus Mittenwald, in seinem faszinierenden Vortrag nach. Anhand zahlreicher Holzexponate, Filme und spannender Praxisbeispiele zeigte er den Weg des wertvollen Klangholzes. Standort und Wuchsform eines Baumes sind dabei ebenso entscheidend wie holzanatomische und akustische Eigenschaften. Nach der Auswahl des passenden Baumes folgen der fachgerechte Einschnitt, die richtige Lagerung nach der Ernte und eine jahrelange, schonende Trocknung. Erst dann zeigt sich, ob aus dem Holz hochwertige Geigen, Gitarren oder andere Instrumente entstehen können.
Mit langjähriger Erfahrung erkennt Andreas hochwertiges Tonholz oft bereits am Klang des Baumstamms. „Es ist ein bestimmter, dumpfer Ton“, erklärte er, der auf besonders geeignetes Holz hindeuten kann. Ein gewisses Risiko bleibt dennoch immer bestehen. Spitzenqualitäten können Preise von bis zu 25.000 Euro pro Kubikmeter erzielen.
Besonderes Interesse weckten seltene Hölzer wie der Vogelaugenahorn mit seiner markanten, augenförmigen Maserung. Auch die Haselfichte, wie sie im Karwendel vorkommt, sorgte für spannende Diskussionen: Während manche Instrumentenbauer auf ihre besonderen Klangeigenschaften schwören, stehen andere ihr eher kritisch gegenüber.
Ein abwechslungsreicher und eindrucksvoller Vortrag machte die Welt des Tonholzes und des Instrumentenbaus auf besondere Weise erlebbar. Vielen Dank an Andreas Pahler für diese spannenden Einblicke!
Weiter geht es mit der Vortragsreihe im Naturpark-Infozentrum Scharnitz mit dem Vortrag “Der Bartgeier in Nordtirol” am 17.09.2026. Infos dazu sind auf unserer Veranstaltungsseite zu finden!

