Aktuelle Forschung
Der Naturpark Karwendel sieht sich als Partner der Forschung und wir haben daher großes Interesse, wenn aktuelle Forschungsprojekte, insbesondere in den Bereichen Biologie, Ökologie, Ärchaologie, Geologe etc., bei uns umgesetzt werden. Wir stehen unseren Partnern mit regionalen Wissen, Unterstützung bei der Logistik und bei der Darstellung für die interessierte Öffentlichkeit zur Seite. Anbei findet sich eine Auswahl aktueller Forschungsvorhaben und eine Vorstellung der Forscher*innen.
Forschungskatalog Naturpark Karwendel
Neben „Naturschutz“, „Erholung & Tourismus“, „Umweltbildung“ sowie „Regionalentwicklung“ ist die Säule „Wissen & Forschung“ stark in der Arbeit des Naturparks Karwendel verankert.
Der Naturpark Karwendel sieht sich als regionaler Partner, der wissenschaftliche Institutionen mit seinem regionalen Wissen und bei der Logistik unterstützt. Zudem sind Forschung und Wissensaufbau für den Naturpark Basis einer nachhaltigen Weiterentwicklung des Schutzgebietes und der Region und zentral für die anderen Schwerpunkte der Naturparkarbeit.
Was können Studierende vom Naturpark Karwendel erwarten?
- Unterstützung bei der Themenfindung und -schärfung
- Unterstützung bei organisatorischen Fragen im Vorfeld und während der Geländearbeit
- Unterstützung bei Forschungsfonds, insbesondere beim Forschungsfonds des VNÖs (Verband der Naturparke Österreichs)
- Unterstützung bei naturschutzfachlichen Fragen
Was kann der Naturpark für Studierende nicht leisten?
- Offizielle universitäre Betreuung
- Unterstützung bei methodischen, statistischen Fragen
- Finanzielle Unterstützung aus der sich in irgendeiner Weise ein Dienst-Verhältnis ableiten lässt.
Was wünscht sich der Naturpark von den Studierenden?
- Regelmäßiger, proaktiver Austausch in allen Phasen der wissenschaftlichen Arbeit
- Zustimmung zur Veröffentlichung der Arbeit und zur Vorstellung der Studierenden inkl. Bildern auf unserer Homepage
- Unaufgeforderte Übermittlung der abgeschlossenen Arbeit als pdf und in gedruckter Form
- Übermittlung von Rohdaten, Bildern, Diagrammen etc., die unter Einhaltung sämtlicher Quellenangaben vom Naturpark kostenlos im Rahmen seines gemeinnützigen Auftrags verwendet werden können.
Wir freuen uns auf eure Anfragen!
Weitere Informationen und eine ständig weiterwachsende Themensammlung findest du im Forschungskatalog:


Simon Eisele im Interview:
Masterarbeit – Der Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos) im Naturpark Karwendel – Modellierung der Habitateignung anhand eines Expertenmodells
Simon Eisele erforscht im Zuge seiner Masterarbeit am Institut für Ökologie der Universität Innsbruck die Lebensraumeignung für den planungsrelevanten Weißrückenspecht.
Wie bist du zu deinem Thema gekommen?
Über ein Wahlmodul im Ökologie Master, bei dem eine Habitatmodellierung für Schneehühner durchgeführt wurde. Daraufhin wollte ich ein Modell für eine andere planungsrelevante Art mit aktuellen Daten erstellen, das praktischen Nutzen hat und interdisziplinären Austausch erfordert. Der Weißrückenspecht wurde ausgewählt, weil er als Zielart für den Naturpark fungiert und daher viele weitere Arten profitieren, wenn eine stabile Population vorhanden ist.
Wie sieht deine Arbeit im Gelände konkret aus?
In den frühen Morgenstunden gehe Ich 5 Probeflächen je 3 Mal in Schleifen ab, um das Modell zu evaluieren. Im Abstand von 300m wird eine Klangattrappe abgespielt, um die Art nachzuweisen. Es werden zudem Daten zur Baumartenzusammensetzung, zum Waldalter, zum Überschirmungsgrad, zur Totholzmenge und syntop vorkommende Vogelarten erhoben.
Warum sind diese Standorte ideal für deine Forschungsarbeit?
Der Naturpark Karwendel befindet sich an der westlichen Verbreitungsgrenze der Art und hat viele alte, totholzreiche Laubmischwälder vorzuweisen, die optimalen Lebensraum für Spechte bieten. Somit eignet sich der Naturpark perfekt als Modellareal, um zu erproben, welche Faktoren für eine optimale Habitateignung relevant und wo diese Bereiche vorzufinden sind.
Welche Ziele verfolgt dein Forschungsprojekt?
Die Arbeit dient dazu, Managementpläne auf lokaler Ebene zu detaillieren und Flächen mit Entwicklungspotenzial hervorzuheben. Somit kann der Fortbestand einer stabilen Spechtpopulation gewährleistet und zudem wertvoller Lebensraum erhalten und neu geschaffen werden.
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Karwendel?
Die Arbeit erfolgt sowohl in der Konzeption als auch bei der Auswertung in enger Absprache mit dem Naturpark. Vor allem Hermann Sonntag ist ein wichtiger Ansprchpartner, der mich mit seiner lokalen Expertise von der Vermittlung von Kontakten bis hin zur Geländearbeit begleitet hat.
Was sind deine beruflichen Pläne, die du gerne nach Abschluss deiner Arbeit anpeilen würdest?
Von Juli bis Oktober 2023 bin ich als Praktikant im Naturpark Karwendel tätig. Danach will ich im praktischen Naturschutz arbeiten und mich für den Erhalt der Biodiversität einsetzen – Wo genau ist noch offen. Ich kann mir sowohl vegetationskundliche als auch ornithologische Projektarbeit vorstellen.
Weiterhin viel Erfolg und auf eine fruchtbare Zusammenarbeit!



Julia Wagner & Yannick Pütz im Interview:
Die DNA des Waldes – Biodiversitätserfassung in Wäldern mittels Umwelt DNA
Eine großflächige und standardisierte Erfassung der Biodiversität in Wäldern ist eine herausfordernde Aufgabe.
Ziel des Projekts „DNA des Waldes“ ist es, mittels DNA-Spuren eine Vielzahl an Organismen zu erfassen und zu notieren. Das Projektteam testet in diesem konkreten Fall den Ansatz, Fließgewässer, welche durch Wälder im Naturpark führen, als Sammelstelle dieser DNA-Spuren zu nutzen.
Wie seit ihr zu eurem Thema gekommen?
Eine ordentliche Portion Glück war dabei. Die Froschungsgruppe in der wir angestellt sind, hat es geschafft für dieses spannende Projekt eine Finanzierung zu bekommen und da wir schon viel Erfahrung mit der Feldarbeit haben, fiel uns dieser Teil der Arbeit zu.
Wie sieht eure Arbeit im Gelände konkret aus?
Erstmal wird gewandert. An den verschiedenen Besammlungspunkten werden dann Wasserproben genommen. Das geht ganz einfach mit speziellen DNA-freien Plastiksäcken. Dieses Wasser wird dann mithilfe einer Pumpe durch einen Filter gesaugt, welcher anschließend gekühlt ins Labor transportiert wird. An einem weiteren Tag werden dann die Analysen durchgeführt. Zusätzlich werden noch Bodenproben gesammelt, Insektenfallen aufgestellt und Vegetationsaufnahmen durchgeführt, um die eDNA-Methodik mit klassischen Methoden zu vergleichen.
Warum ist der Standort am Taschbachtal ideal für eure Forschungsarbeit?
Wir standen bei der Planung vor der Herausforderung, einen Standort zu finden, wo wir ein möglichst vom Menschen unberührtes Einzugsgebiet vorfinden und dennoch gleichzeitig mit Gepäck zum Bach gelangen, ohne Kletterausrüstung mitschleppen zu müssen. Natürlich musste der Standort von Innsbruck aus gut erreichbar sein. Dann musste es ein Tal sein, das von einem Bach durchzogen ist, der möglichst das ganze Jahr über Wasser führt. Mit dem Taschbachtal haben wir das perfekte Gebiet gefunden, auch wenn der Hinweg teilweise spannend und Trittsicherheit absolut notwendig ist.
Welche Ziele verfolgt euer Forschungsprojekt?
Wir möchten herausfinden, ob und mit welchen DNA-basierten Beprobungsmethoden wir, mit möglichst wenig Aufwand, möglichst viel Biodiversität nachweisen können. Das heißt: In erster Linie geht es in unserem Projekt um eine Machbarkeitsstudie. Wenn wir erfolgreich sind, können wir dem Naturpark, und anderen Institutionen, Werkzeuge in die Hand geben, mit denen die MitarbeiterInnen selbstständig Biodiversitätserhebungen durchführen können.
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Karwendel?
Der Naturpark Karwendel hat uns bei der Auswahl des Beprobungsgebietes beraten, Genehmigungen bei den Grundeigentümern eingeholt, sich dazu bereit erklärt, uns bei der Feldarbeit zu unterstützen und hilft bei der öffentlichen Berichterstattung unserer Forschungsarbeit im Naturpark. Im Gegenzug liefern wir Fotomaterial von den Beprobungen, stellen die Forschungsergebnisse zur Verfügung und stellen sicher, dass wir die Interessen des Naturparks stets verfolgen, indem wir unseren Fußabdruck im Gebiet auf ein Minimum beschränken.
Wie schaut euer weiterer beruflicher Weg aus?
Julia Wagner: Als wissenschaftliche Mitarbeiterin der UIBK werde ich erstmal noch mit meinen KollegInnen mit der Auswertung der Daten für dieses Projekt beschäftigt sein. Um mich in diese Richtung weiterzubilden freue ich mich schon, ab Oktober an dem berufsbegleitenden Masterstudium Data Science teilzunehmen und dann wartet hoffentlich bald das nächste, spannende Projekt auf mich!
Yannick Pütz: Im Herbst werde ich eine Fortbildung in Richtung Projektmanagement beginnen, mithilfe welcher ich in Zukunft hoffentlich weitere spannende Projekte mitorganisieren und durchführen darf. Ob bei der Uni Innsbruck oder im privaten Sektor, Hauptsache, ich bringe was voran in Sachen Natur erfassen, verstehen und schützen.
Weiterhin viel Erfolg und auf eine fruchtbare Zusammenarbeit!



Daniel Pilz im Interview:
Masterarbeit: Neophyten im Almbereich – Faktoren für das Eindringen anhand von zwei alpinen Schutzgebieten
Universität: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Studium: Environmental Management of Mountain Areas
Wie bist du zu deinem Thema gekommen?
Forschungskatalog des Naturpark Karwendel (mit etwas Abweichung vom ursprünglichen Thema)
Wie sieht deine Arbeit im Gelände konkret aus?
Über August und September hinweg habe ich – hauptsächlich mit dem Fahrrad – über das gesamte Naturpark Gebiet verteilt knappe 80 Almstandorte untersucht. Dabei wurden pro Standort drei Flächen, entlang von Wirtschaftswegen/Forststraßen abgesteckt (eine entlang des Weges und die zwei Weiteren unterschiedlich weit in den Almbereich hineinreichend) und auf Neophyten untersucht, sowie zusätzlich noch die Bewirtschaftungsform und -intensität bestimmt ebenso wie die Vegetationsdeckung und den Vegetationstyp.
Warum ist dieser Standort ideal für deine Forschungsarbeit?
Der Naturpark Karwendel bietet aufgrund seiner Größe und Topografie eine Vielzahl an unterschiedlichen Umwelteinflüssen und Bewirtschaftungsformen (von talnahen Mähwiesen bis zu den alpinen Hochlegern). Zusätzlich kann, mithilfe der 200 weiteren Untersuchungsstandorten im Nationalpark Hohe Tauern, eine Art klimatischer Gradient von den nördlichen Kalkalpen bis zur Südabdachung des Alpenhauptkammes in Osttirol gezogen werden, um Aufschluss über etwaige klimatische Einflüsse zu erhalten.
Welche Ziele verfolgt dein Forschungsprojekt?
Eine Zustandsbewertung der Neophyten-Ausbreitung in alpinen Schutzgebieten durchführen, Gründe für das Eindringen in bewirtschaftetes Grünland beleuchten, das Bewusstsein potentieller Risiken von Pflanzeninvasionen erhöhen und eine Wissensgrundlage für Managementstrategien zu liefern.
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Karwendel?
Die Zusammenarbeit lief überaus angenehm. Das Team des Naturparks Karwendel war immer hilfsbereit und die notwendige Unterstützung wurde mir freundlich und zügig bereitgestellt.
Was sind deine beruflichen Pläne, die du gerne nach Abschluss deiner Arbeit anpeilen würdest?
Mein langfristiges Karriereziel sehe ich definitiv im Schutzgebietsmanagement, jedoch werde ich nach dem Abschluss meines Studiums wahrscheinlich erstmal mit naturkundlicher Sachverständigenarbeit oder ähnlichen vorlieb nehmen müssen.
Weiterhin viel Erfolg und auf eine fruchtbare Zusammenarbeit!

Magdalena Strötz im Interview:
Masterarbeit: Citizen Science auf Naturführungen – Entwicklung und Erprobung eines praxisorientierten Methodenrepertoires zur Integration partizipativer Forschung in Exkursionen
Universität: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Studium: Master Ökologie und Biodiversität
Wie bist du zu deinem Thema gekommen?
Neben meinem Studium arbeite ich selbstständig als Natur- und Wanderführerin. Auf Führungen entdecke ich gemeinsam mit den Teilnehmenden immer wieder besondere Arten und Lebensräume. Dabei entstand die Idee, dass ich, aber auch andere Wanderführer:innen die Zeit während einer Tour für eine strukturierte Datenerhebung von Flora und Fauna nutzen könnten. Um dies sinnvoll umzusetzen, braucht es ein konkretes, gut ausgearbeitetes Schema, das ich im Rahmen meiner Arbeit entwickeln möchte.
Wie sieht deine Arbeit im Gelände konkret aus?
Ich werde im Sommer mit Gästen zwei Karwendeldurchquerungen führen. Auf den Touren werde ich mein erarbeitetes Konzept, also die Integration von Citizen Science in Naturführungen, in der Praxis testen.
Warum ist dieser Standort ideal für deine Forschungsarbeit?
Im Naturpark Karwendel finden zahlreiche touristische Führungen statt, nicht zuletzt aufgrund der vielfältigen Lebensräume. Dadurch bietet sich der Standort ideal für ein Pilotprojekt an, bei dem naturkundliche Führungen mit strukturierter Datenerhebung kombiniert werden.
Welche Ziele verfolgt dein Forschungsprojekt?
Das Projekt schafft eine Schnittstelle zwischen Forschung und Öffentlichkeitsarbeit, indem wissenschaftliche Datenerhebung mit Umweltbildung verbunden wird.
Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Karwendel?
Ich erhalte vom Team des Naturparks wertvolle Gebietsinformationen sowie praxisnahe Anregungen zu meiner Arbeit.
Was sind deine beruflichen Pläne, die du gerne nach Abschluss deiner Arbeit anpeilen würdest?
Ich möchte im praktischen Naturschutz mit Fokus auf den alpinen Raum arbeiten – wo genau ist noch offen. Nebenbei möchte ich weiter als Natur- und Wanderführerin tätig sein
Weiterhin viel Erfolg und auf eine fruchtbare Zusammenarbeit!

Naturschutz-Monitoring
Neben den oben vorgestellten Forschungsvorhaben führen wir auch ein regelmäßiges Monitoring durch, um fundierte Aussagen über der Zustand von repräsentativen Lebensräumen und Arten im Naturpark treffen zu können.
Vegetationsanalyse Issanger
Hintergrund
Der Issanger, situiert im hinteren Halltal, hat seine Entstehung als offene Grünfläche dem ehemaligen Salzbergbau zu verdanken und diente den Nutz- und Zugtieren als Nahrungsfläche. In seiner heutigen Form ist er einer der artenreichsten Flächen im gesamten Naturpark Karwendel und wird vom Team Karwendel seit mehr als 10 Jahren wieder regelmäßig (1x/Jahr ca. die Hälfte der Fläche) gemäht.
Monitoring durch Universität Innsbruck
Um eine Erfolgskontrolle über die getätigten Maßnahmen zu erlangen, gibt es eine Kooperation mit dem Institut für Botanik der Universität Innsbruck, die im Rahmen einer Projektstudie in Abständen von mehreren Jahren, die Flächen untersuchen und die Artenvielfalt genau erheben.
Wissenschaftliche Arbeiten
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Arbeiten zeigen, dass die Biodiversität erhalten werden kann, aber es über die Jahre immer wieder natürliche Schwankungen gibt. Die detaillierten Arbeiten der inzwischen 3 Projektstudien finden sich hier.
Wissensdatenbank
Weitere wissenschaftliche Arbeiten finden sich in unserer umfassenden Wissensdatenbank.



Vegetationsanalyse Karwendelmoore
Hintergrund
Seit 2003 engagiert sich der Naturpark Karwendel mit zahlreichen Partnern für den Schutz und die Renaturierung der Karwendelmoore. Die Naturschutzmaßnahmen werden seit Anbeginn von verschiedenen Universitäten wissenschaftliche begleitet.
Vergleich der Vegetation
Im Rahmen einer Dissertation fanden 2007 vor den großen Renaturierungsmaßnahmen vegetationskundliche Erhebungen statt. Diese wurden an den exakt gleichen Stellen 2020 wieder durchgeführt und die Aufnahmen verglichen.
Erfolgsversprechende Ergebnisse
Die Ergebnisse sind durchaus erfreulich und zeigen grundsätzlich eine Zunahme der typischen Moorarten und eine Abnahme sog. Störarten. Die gesamte Arbeit steht hier zum Download bereit:
Wissensdatenbank
Weiter wissenschaftliche Arbeiten zu den Mooren und anderen Themen finden sich in unserer umfassenden Wissensdatenbank.


Heuschrecken Wildflüsse
Heuschrecken als Bioindikatoren
Die Heuschrecken auf den Schotterbänken der alpinen Wildflüsse sind sehr aussagekräftige Zeigerorganismen über den Zustand unserer Fließgewässer. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gefleckte Schnarrschrecke, der Kiesbank-Grashüpfer und Türks Dornschrecke – alles prioritäre Arten im Naturpark. Daher werden diese vom Naturpark Karwendel seit vielen Jahren erhoben. Die Arbeit wird großteils von den Naturpark-Rangern durchgeführt.
Ergebnisse
Der Rißbach und die Obere Isar weisen international bedeutende Bestände der oben angeführten Heuschreckenarten auf. Die Populationen sind abseits von natürlichen Schwankungen derzeit erfreulicher Weise als stabil einzustufen.
Wissensdatenbank
Weitere wissenschaftliche Arbeit zu den Heuschrecken und unseren Wildflüssen finden sich in unserer umfassenden Wissensdatenbank.


Flussuferläufer
„Alter Bekannter“
Der Flussuferläufer steht bereits seit Jahrzehnten im Fokus der Naturschutzforschung. Der scheue Kiesbankbrüter findet sich im Frühling auf den Schotterbänken des Rißbachs ein, um dort im Idealfall zu brüten und dann mit den erfolgreichen Jungvögeln die Reise Richtung Süden anzutreten.
Bruterfolg und Besucherlenkung
Unsere Naturpark-Ranger erheben jedes Frühjahr die Brutplätze des Flussuferläufers und versuchen auch den Bruterfolg festzustellen. Die Ergebnisse sind bilden die direkte Grundlage für die Besucherlenkungsmaßnahmen für die jeweilige Saison. Die Ergebnisse der Erhebungen fanden auch Eingang in das epochale Werk „Die Brutvögel Tirols“.
Wissensdatenbank
Weitere wissenschaftliche Arbeiten zum Flussuferläufer und zu alpinen Wildflüssen finden sich in unserer Wissensdatenbank.



Uhu-Monitoring
Brutvogel im Naturpark
Der Uhu ist einer von 96 Brutvogelarten im Naturpark Karwendel. Er gehört zu den sog. prioritären Arten, welche im Fokus des Naturparks stehen. Daher versuchen die Naturpark-Ranger möglichst viele aktuelle Informationen über diese tolle Vogelart zu gewinnen.
Felsenbrüter
Der Uhu brütet bei uns in meist schwer zugänglichen Felsbereichen. Dies macht das Beobachten und Erheben entsprechend schwierig. Daher versuchen wir vor allem dort genau hinzusehen, wo es ggf. Probleme beispielsweise mit dem Klettersport geben könnte. Ein Brutplatz, der bereits seit Jahrzehnten sehr regelmäßig vom Uhu genutzt wird, wird im Winter und Frühling von den Naturpark-Rangern beobachtet. Nach der Brutsaison werden die Nahrungsreste im Horst entnommen und analysiert.
Wissensdatenbank
Weitere wissenschaftliche Arbeiten zu Vögeln und anderen prioritären Arten finden sich in unserer Wissensdatenbank.



Alpensegler-Monitoring
Toller, seltener Vogel
Der Lebensraum des Alpenseglers besteht aus ungestörten, hohen und kleinnischenreichen Felswänden in klimatisch günstigen Bereichen. Nur im Westen Österreichs findet er passende Habitate vor, wobei ein wichtiges davon unmittelbar am Rande des Naturparks Karwendel liegt.
Nur an einem Standort
Er brütet im NP Karwendel ausschließlich im Steinbruch Martinsbühel bei Zirl. Er nutzt den Luftraum innerhalb und außerhalb des Karwendels als Nahrungshabitat. Diese genaue Lokalisierung in Verbindung mit der Unverwechselbarkeit erleichtert natürlich das Monitoring dieser Art, die somit von jedem interessierten Laien durchgeführt werden könnte.
Monitoring noch im Aufbau
Bisher gibt es noch kein Monitoringprogramm für den Alpensegler. Es soll in den nächsten Jahren aufgebaut werden. (Stand: August 23)
Wissensdatenbank
Weitere wissenschaftliche Arbeiten über die Brutvögel des Karwendels finden sich in unserer umfassenden Wissensdatenbank.


